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Ganz in weiß: Neugierig schaut das Tier in die Kamera der Spaziergänger aus Weiler.  Foto: privat 

Auf der Suche nach dem weißen Tier vom Maisfeld

Keltern-Weiler. Spaziergänger entdecken ein weißes Tier bei Weiler und wollen mehr darüber wissen. Kreisjägermeister Dieter Krail vermutet, dass sie Damwild gesehen haben. Nur: Wo kommt das her?

Auf den ersten Blick wirkte das Tier wie eine Erscheinung. Sagt man nicht, man sehe weiße Mäuse, wenn man seinen Augen nicht trauen kann? Und in Alice im Wunderland folgt die Heldin einem weißen Kaninchen und landet in einer Märchenwelt. „Ich dachte im ersten Moment, dem Tier fehlt nur ein Horn, dann hätte ich ein Einhorn vor mir“, lacht Bettina Gnad.

Die Frau aus Weiler war am Montagnachmittag mit ihrer Collie-Hündin auf dem Weilermer Feld spazieren, als sie rund 20 Meter vor sich das gar nicht so scheue Wild entdeckte. Ein weißes Reh?, fragte sich die Frau. Doch es ergriff nicht eilig die Flucht. Erst als der Collie bellte, wich es aus. Die Spaziergängerin sah es aber noch einmal an einem Maisfeld parallel zur Ittersbacher Straße. Sie schickte der PZ Bilder, um mehr über das Tier herauszufinden.

Die Redaktion hakte bei Kreisjägermeister Dieter Krail nach: Nach Ansehen der Bilder aus Weiler schließt der Experte ein seltenes weißes Reh aus, wie man vor vielen Jahren eines im Hagenschieß entdeckt habe. Was die Spaziergänger da bei Weiler anblickte, hält Krail eher für Damwild.

Dann wäre nur noch die Frage, ob das Tier möglicherweise aus einem Gehege ausgebüxt ist. Er halte es für unwahrscheinlich, dass das Tier aus der Rheinebene zugewandert sei. Vermisst jemand ein Tier? Melden Sie sich unter region@pz-news.de.

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