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Symbolbild: Adobe Stock 

Auf der Suche nach mehr Wasser: Zweckverband Mannenbach führt Gespräche mit SWP

Kreis Calw/ Enzkreis/Pforzheim. Auf der Suche nach neuen Wasserquellen hat der Zweckverband Mannenbach Wasserversorgung (ZVMW) seine Fühler auch in Richtung Stadtwerke Pforzheim (SWP) ausgestreckt. So könnte die Versorgung der sechs Mitgliedskommunen Dobel, Neuenbürg, Bad Herrenalb, Birkenfeld, Straubenhardt, Neuenbürg und Karlsbad auch in den trockeneren Sommermonaten sichergestellt werden. Nun haben erste Gespräche zwischen dem Verbandsvorsitzenden Martin Steiner und dem Pforzheimer Unternehmen stattgefunden.

Die SWP seien grundsätzlich in der Lage rund die doppelte Wassermenge zu liefern als bisher, so Steiner. Aktuell werden schon viereinhalb Liter in der Sekunde in Richtung Birkenfelder Gewerbegebiet im Enztal gepumpt – und nur dort verwendet. Dass am Ende aber insgesamt rund acht Sekundenliter für unbestimmte Zeit fließen können, seien jedoch auch technische Umbaumaßnahmen nötig, so Steiner. Mit den im Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen müssten diesbezüglich nun Gespräche geführt werden, sagte Steiner, der auch Bürgermeister in Birkenfeld ist. Anfang März soll es dann eine weitere Runde mit den SWP geben. Im Raum steht auch die Frage der Finanzierung der Maßnahmen.

Eigentlich wollte die Mannenbachversorgung weitere Quellen im Eyachtal erschließen, um zwölf zusätzliche Sekundenliter zu gewinnen. Die Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe würde dem Vorhaben aktuell jedoch nicht zustimmen und verlangte Alternativen. Daher die Gespräche mit den SWP.

Nach wie vor hält die Mannenbachversorgung an einer Erschließung von Quellen im Eyachtal fest – wenn auch in abgespeckter Form. Mit der SWP-Lösung würden noch vier der insgesamt zwölf angedachten Sekundenliter fehlen. „Wir brauchen diese Quellen, aber nicht in der ursprünglich angedachten Dimension“, so Steiner. Eine entsprechende abschließende Stellungnahme sei in den letzten Zügen und solle noch im Februar an das RP geschickt werden.

Derweil hat die Schutzgemeinschaft Eyachtal ebenso an das RP, sowie an den Kreis Calw und den Enzkreis geschrieben. Der Verein macht dabei auf schwankende Pegelstände der Eyach aufmerksam, die nicht natürlichen Ursprungs sein könnten. Derartige Schwankungen seien extrem schädigend für die Kleintierflora. Die Schutzgemeinschaft bittet die beiden Landratsämter, die Ursache zu ermitteln und möglichst umgehend abzustellen.

Dennis Krivec

Dennis Krivec

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