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Auf kommunalen Straßen im Enzkreis wird Flickenteppich bald zum Regelfall.
Auf kommunalen Straßen wird Flickenteppich bald Regelfall © dpa
03.05.2011

Auf kommunalen Straßen wird Flickenteppich bald Regelfall

ENZKREIS/PFORZHEIM. Der schlechte Zustand zahlreicher Landesstraßen in der Region hat bei den Autofahrern schon zu viel Verärgerung geführt. Doch auch die Städte und Gemeinden haben ihre liebe Müh, ihre Kommunalstraßen einigermaßen in Schuss zu halten. Und weil das Budget zumeist nicht allzu viel hergibt, herrscht Reparaturbetrieb vor.

Ein Provisorium jagt das andere, Flickschusterei ersetzt die professionelle, grundlegende Fahrbahnsanierung. Pforzheims Pressesprecher Michael Strohmayer meint: "Die Situation der kommunalen Straßen kann man regelrecht erfahren." Das Thema Straßenunterhalt sorge seit vielen Jahren für Diskussionen. Das Problem: Die Kommunen sind auch bei vielen anderen Aufgaben zunehmend gefragt, denn beispielsweise Schulen und Kindergärten fordern den Haushalten vor Ort immer mehr Zuschüsse ab.

Kelterns Bürgermeister Ulrich Pfeifer weiß um den zumeist provisorischen Charakter der kommunalen Straßenreparaturen und ist sich sicher, dass die Problematik in den nächsten Jahrzehnten noch zu einem ganz großen Zukunftsthema werden wird. Denn dauerhaft komme man nicht um grundlegende Sanierungsmaßnahmen herum. Niefern-Öschelbronns Verwaltungschef Jürgen Kurz gibt zu bedenken, dass man das Angebot und die Leistungskraft einer Gemeinde ganzheitlich betrachten sollte. Es sei nicht fair, nur auf die Straßen zu schielen, wenn ansonsten die Infrastruktur einer Kommune ausgezeichnet sei. Im übrigen, so Kurz, seien die Kommunen chronisch unterfinanziert, und müssten deshalb beim Budget Prioritäten setzen.