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Das Buntfenster, auf dem die österliche Auferstehung dargestellt ist, gibt der vor 50 Jahren eingeweihten Kirche in Pfinzweiler ihren Namen. Seit 2013 hält Pfarrer Matthias Gerlach in der Kirche 14-tägig einen Gottesdienst. Foto: Molnar
Das Buntfenster, auf dem die österliche Auferstehung dargestellt ist, gibt der vor 50 Jahren eingeweihten Kirche in Pfinzweiler ihren Namen. Seit 2013 hält Pfarrer Matthias Gerlach in der Kirche 14-tägig einen Gottesdienst. Foto: Molnar
03.05.2016

Auferstehungskirche in Pfinzweiler wird in Kürze 50 Jahre alt

An den 8. Mai vor 50 Jahren können sich viele Menschen in Pfinzweiler noch erinnern. Ein langer Wunsch ging damals in Erfüllung: die Einweihung der evangelischen Auferstehungskirche. Jahrelang mussten die Einwohner nach Feldrennach zum Gottesdienst.

Und noch heute gehört der Straubenhardter Ortsteil zur Kirchengemeinde Feldrennach-Pfinzweiler. „Die Bürger wollten eine eigene Kirche“, erzählt Gerda Ganzhorn, die viele Jahre im Kirchengemeinderat war und den Neubau miterlebte. So zeigten sich zahlreiche Menschen bereit, Geld zu spenden und tatkräftig mitzuhelfen. „Ohne diese Aktivitäten hätten wir den Neubau nicht verwirklichen können“, unterstreicht die 78-Jährige. 1961 begannen die Vorbereitungen unter dem damaligen Pfarrer Alfred Rauch. Im gleichen Jahr wurden 22 000 Mark gesammelt. „Es war unwahrscheinlich, was da zusammengekommen ist“, sagt Ganzhorn. Zwei Jahre später wurden im Rahmen eines Gemeindefestes in Feldrennach weitere 6000 Mark eingenommen – bei Kaffeepreisen von 50 Pfennig.

Auch für die Elektro-Orgel wurde ein Fest veranstaltet. Das große Buntfenster, auf dem die Auferstehung dargestellt ist und das der Kirche ihren Namen verlieh, wurde von Pfarrer Rauch gestiftet – obwohl er bald versetzt wurde.

Sein Nachfolger Ulrich Pflomm setzte den Bau schließlich um. Im November 1964 wurde der Grundstein gelegt und Richtfest gefeiert, im Frühjahr 1965 begann der Innenausbau, 1966 erfolgte die Einweihung. „Die Pfinzer Kirche soll ein Schmuckkästchen werden und sie ist es auch geworden“, soll der damalige Kirchenpfleger Fritz König gesagt haben. Frauen aus dem Ort stickten die Paramente für Altar und Kanzel, Männer packten mit Schubkarre und Schaufel bei der Außenanlage mit an. Und vom Schulhausturm wurden gleich zwei Glocken von 1949 zur neuen Kirche gebracht. Sie sind vermutlich die ältesten Bestandteile des Gotteshauses, das von etlichen Pfarrern geprägt wurde – von Eberhard Auer, Hermann Werner, Jürgen Rein und seit 2013 von Matthias Gerlach. Vielen liegt die Kirche, in der alle 14 Tage ein Gottesdienst stattfindet am Herzen.