nach oben
So soll das neue Zuhause der Feuerwehr Engelsbrand in Zukunft aussehen. Foto: Gemeinde Engelsbrand
So soll das neue Zuhause der Feuerwehr Engelsbrand in Zukunft aussehen. Foto: Gemeinde Engelsbrand
14.10.2018

Aus dem Ratssaal in Engelsbrand

Mit dem Bikepark, der Kriminalstatistik und dem neuen Feuerwehrhaus hat sich der Gemeidnerat auseinandergesetzt. Ein Überblick:

Die Pläne für einen Bikepark in Engelsbrand werden immer konkreter. Das Thema stand in der jüngsten Sitzung des dortigen Gemeinderats auf der Tagesordnung. Dabei waren auch zahlreiche Jugendliche zu Gast. Simone Hauff, von einer eigens ins Leben gerufenen Projektgruppe, stellte ein mögliches Konzept dar. Demnach soll ein Bikepark entstehen, dessen Vorbild eine ähnliche Vergnügungsstätte beim Gewerbegebiet „Unter Bruch“ (Ellmendingen) sein soll. Ein geeigneter Standort ist derzeit noch nicht gefunden – favorisiert wird das Sportgelände am Mühlweg in Engelsbrand. Die Verwaltung sprach von einem wünschenswerten Projekt. Frank Böckler (CDU) plädierte für eine schnelle Lösung. Helena Gläser von den Grünen schloss sich Böckler an und legte dar, dass der Bikepark von den Jugendlichen „sehnsüchtig erwartet“ werde. Die Projektgruppe will bis zur nächsten Sitzung konkrete Zahlen für die Kosten darlegen und mögliche Sponsoren präsentieren.

Die Kriminalstatistik des vergangenen Jahres für die Gemeinde haben Mathias Stephan und Ralf Weißert vom Polizeiposten Neuenbürg dem Rat vorgelegt. „In der Gesamtbetrachtung sprechen wir in Engelsbrand von guten Zahlen“, so Stephan. „Zwar haben sich die Straftaten von 55 auf 70 erhöht, doch Engelsbrand befindet sich in der Entwicklung der Häufigkeitszahl weit unter dem Durchschnitt im Land und im Enzkreis“, erklärte Stephan weiter. Hinter Wimsheim ist Engelsbrand die sicherste Gemeinde im Enzkreis. Von den insgesamt 70 Straftaten konnten 40 aufgeklärt werden. Insgesamt sei die Aufklärungsquote von 54 auf 57 Prozent angestiegen. Im Bereich der Rohheitsdelikte sprachen die Beamten von einer Aufklärungsquote von über 90 Prozent. Die Zahl der versuchten Wohnungseinbrüche habe 2017 auf zwei gesenkt werden können. Stephan und Weißert betonten zusätzlich, dass lediglich ein Fünftel der Straftaten von Ausländern begangen wurde. „Ein Problem mit Ausländerkriminalität sei deshalb nicht zu beobachten“, meinten die Beamten. Bedauerlicherweise sei im Straßenverkehr aber die Zahl der Unfallflüchtigen auf über 50 Prozent angestiegen.

Die Auftragsvergabe für das zentrale Feuerwehrhaus am Kreisverkehr hat der Gemeinderat nun einstimmig beschlossen. Zuletzt stockte das Bauvorhaben, da die erwarteten Kosten nach einer ersten Ausschreibung deutlich zu hoch waren. Nach einem erneuten Anlauf erhöhen sich die Kosten nun um nur rund 93 000 Euro. Die Ratsmitglieder sprachen von einem erfreulichen finanziellen Ergebnis. Die Gesamtkosten für den Bau betragen rund 4,3 Millionen Euro. Im März 2019 sollen die Bagger anrollen. Im Oktober 2020 soll das neue Feuerwehrhaus am Kreisel fertig sein.