Aus dem Ratssaal in Keltern

Keltern. Das Bauprojekt Alte Mühle in Ellmendingen bewegt immer noch die Gemüter in Keltern.

Bürgermeister Steffen Bochinger gab nun bekannt, dass der beauftragte Fachanwalt seine Stellungnahme im Auftrag der Kommune verfasst habe und die Unterlagen auf dem Weg zum Landratsamt seien. Wie berichtet, hatte die Verwaltung in Keltern Bedenken gegen das im Gemeinderat höchst umstrittene vorgebracht. Manfred Dengler (Grüne) hätte sich gewünscht, dass die erwähnte Stellungnahme an den Kreis zunächst noch einmal den Ratsmitgliedern zur Feinabstimmung vorgelegt worden wäre. Dies stieß beim Rathauschef auf keine Gegenliebe. Die Gemeinde habe aus gutem Grund einen Anwalt mit der Angelegenheit beauftragt und der wisse, wie die Dinge zu formulieren seien. Stefan Altinger-Schönthaler (FWG) fragte, ob es richtig sei, dass mittlerweile mehrere Anwohner doch keinen Widerspruch eingelegt hätten, nachdem sie erfahren hätten, dass das mit Kosten verbunden sei? Er fügte an, dass man sich hoffentlich nicht vor den falschen Karren habe spannen lassen.

Auf das Bündnis für Inklusion im Enzkreis verwies der Verwaltungschef. Man habe ein starkes Signal aus Keltern ausgesandt, gerne eine Einrichtung aufnehmen zu wollen. Bochinger erinnerte an die frühere Zusammenarbeit mit der Anna-Bertha-Königsegg-Schule, einer Einrichtung für Körperbehinderte, aus Pforzheim am Standort Dietlingen.

Die in die Kritik geratenen Mäharbeiten auf eigens angelegten Blühwiesen der Gemeinde spielten nochmals eine Rolle in der jüngsten Sitzung. Der Bürgermeister versicherte, dass nach Rücksprache mit dem Bauhof bestimmte Vorgaben zwingend einzuhalten seien.

Der Verwaltungschef gab bekannt, dass weder jetzt, noch in naher Zukunft mit Fördergeldern für die Speiterling-Halle zu rechnen sei. Das hätten erneute Recherchen ergeben.

Auf Nachfrage von Gemeinderat Rolf Mertz (Grüne) musste der Rathauschef einräumen, dass es für die beliebte Post in Ellmendingen noch keinen neuen Standort gebe.