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15.06.2019

Aus dem Ratssaal in Kieselbronn

Kieselbronn. Der Gemeinderat hat sich in seiner letzten Sitzung mit verschiedenen Themen, unter anderem die Gemeindewerke und die Breitbandversorgung, auseinandergesetzt.

Die Gemeindewerke Kieselbronn betreiben die örtliche Wasserversorgung und erzeugen elektrische Energie per Fotovoltaikanlage auf dem Fahrzeughallendach des Bauhofes. Der Gemeinderat billigte den Jahresabschluss 2018 mit einer Bilanzsumme von 1,5 Millionen Euro und einem Jahresverlust von knapp 94 000 Euro. Im Vorjahr waren es 71000 Euro. Die Gemeindewerke sind mit einem Eigenkapital in Höhe von 1,3 Millionen Euro ausgestattet und derzeit schuldenfrei. Laut Jahresbericht von Kämmerer Wolfgang Grun bezog das Wasserwerk von der Bodenseewasserversorgung 168000 Kubikmeter Frischwasser. Die von den Endverbrauchern bezogene und bezahlte Wassermenge lag bei 128000 Kubikmetern. Somit liegt der Wasserverlust bei 40000 Kubikmetern oder rund 24 Prozent. Ursachen sind schwer feststellbare und lokalisierbare Wasserrohrbrüche sowie durch akustische Verfahren kaum feststellbare Lecks an Hausanschlussleitungen aus Kunststoff, die in den 1970er-Jahren verbaut wurden. Angesichts der hohen Tiefbaukosten können die Probleme nur dann wirtschaftlich behoben werden, wenn sich die Rohrbrüche in einem bestimmten Bereich häufen oder ohnehin Tiefbaumaßnahmen ausgeführt werden sollen.

Der Zweckverband Breitbandversorgung im Enzkreis muss den Netzbetrieb für das Backbone-Netz und das innerörtliche FTTB-Netz vergeben. Der Verband darf als Teil der öffentlichen Hand kein eigenes Netz betreiben, um nicht in den Markt einzugreifen. An der Ausschreibung haben sich vier Bewerber beteiligt. Nach dem Auswertungsergebnis liegt Vodafone vorn. Der Kieselbronner Gemeinderat ermächtigte Bürgermeister Heiko Faber, dass er bei der Verbandsversammlung am 4. Juli dieser Vergabe zustimmt. ott