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18.05.2019

Aus dem Ratssaal in Königsbach-Stein: Baugenehmigung, Bürgerinteresse und Betreuung des Kommunalwaldes

Königsbach-Stein. Der Gemeinderat Königsbach-Stein hat in seiner jüngsten Sitzung unter anderem über folgende Themen diskutiert: Baugenehmigung für das Seniorenzentrum, Beachvolleyballfelder und die Betreuung des Kommunalwaldes.

Bürgermeister Heiko Genthner gab zu Beginn der Gemeinderatssitzung im Königsbacher Rathaus bekannt, dass laut Information vom Landratsamt die Baugenehmigung für das Seniorenzentrum in Stein gewährt worden sei. Außerdem habe der Gemeinderat in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen, eine neue Wasserleitung und drei Zapfstellen in den Kändelgärten zu verlegen.

Großes Bürgerinteresse an der letzten Sitzung des Gemeinderats vor den Kommunalwahlen: Gut 60 Zuhörer verfolgten die über drei Stunden dauernde Sitzung. Im Rahmen der Bürgerfragestunde wollte Rainer Botz wissen, warum die Jugendtreffs stillgelegt seien. Genthner sagte, das gehe vor allem von den Jugendlichen aus. Nach altersbedingtem Änderungen bei den Jugendlichen, sowie Wechsel der Jugendpfleger, geraten die Jugendtreffs immer wieder aus dem Fokus. Es sei schwierig, für alle Altersklassen attraktive Angebote zu machen. Oliver Demel (SPD) merkte an, dass die Jugendtreffs bei solchen Umbrüchen immer wieder neu gestaltet worden seien, das Interesse aber danach bald wieder abgeebbt sei.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, dem Volleyball-Club Königsbach (VCK) desssen Antrag einen Investitionskostenzuschuss für die Zaunerweiterung bei den Beachvolleyballfeldern im Sportgelände Plötzer in Höhe von 50 Prozent (4.917 Euro) zu gewähren. Da im Haushalt dafür keine Mittel vorgesehen sind, wird die Auszahlung voraussichtlich erst mit Genehmigung des Haushalts 2020 erfolgen. Außerdem erteilte der Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen und stimmte der Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans zu. Weshalb bekommt der VCK 50 Prozent und nicht wie andere Vereine zehn Prozent, wollte Oliver Demel wissen. Die Förderquote von zehn Prozent erhielten Vereine für selbst genutzte Anlagen, der VCK-Platz sei aber auch für schulische Nutzung offen, antwortete der Verwaltungschef.

Die Entscheidung über die zukünftige Betreuung des Kommunalwaldes traf der Gemeinderat einstimmig. Nach ausführlicher Darlegung durch den stellvertretenden Amtsleiter des Forstamts Enzkreis, Andreas Roth, stimmten die Räte der im Zuge der baden-württembergischen Forstneuorganisation durch den Enzkreis angebotenen Dienstleistungen zur Betreuung des Kommunalwaldes ab 1. Januar 2020 zu. Das gilt zunächst für einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Dienstleistungen umfassen den forstlichen Revierdienst samt der Kontrolle zur Verkehrssicherungspflicht entlang öffentlicher Verkehrswege, entlang Waldrand naher Bebauung und Baugrenzen, nebst Wirtschaftsverwaltung und Holzverkauf. Genthner wurde ermächtigt, die dafür erforderlichen vertraglichen Vereinbarungen mit dem Enzkreis zu schließen.

Die Ergebnisse des Gemeindewalds aus dem Forstwirtschaftsjahr 2018 stellte Revierleiter Alexander von Hanstein vor. Bei einem Holzeinschlag von insgesamt 6158 Festmetern, darunter 2.810 Festmeter Stammholz und je 1.000 Festmeter Industrie- und Brennholz belaufe sich die Ertragssumme auf 205.779 Euro. Nach Abzug aller Kosten, etwa für Kulturen – im Herbst musste wegen der Trockenheit neu gepflanzt werden – Erschließung, Waldrandpflege, Verwaltungskosten, oder technischen Dienstleistungen, sowie Einnahmen aus der Jagdpacht (13.500 Euro) stehe am Ende ein Minus von 10.514 Euro.„Das erste Defizit seit 2004“, so von Hanstein. Zwischen 2004 und 2018 habe der jährliche Durchschnittsüberschuss 72.334 Euro betragen. Das jetzige Minus sei den witterungsbedingt gefallenen Holzpreisen geschuldet