Aus dem Ratssaal in Neuenbürg

Neuenbürg. Von immer mehr Tauben im Neuenbürger Stadtgebiet berichtete ein Bürger in der jüngsten Gemeinderatssitzung und wollte wissen, wie die Verwaltung den „Ratten der Lüfte“ Herr werden wolle.

Aktuell habe man keine Maßnahme wie ein Taubenhaus zur Eindämmung der Population geplant, sagt Martin, der aber das Problem kennt: „Es gibt Einwohner, die die Tauben bewusst anfüttern oder gar ihre Dachböden für die Vögel als Unterschlupf offen lassen.“

Jahresabschluss 2018: Mehr als positiv endete das Haushaltsjahr 2018 in Neuenbürg. Dank der guten konjunkturellen Lage konnte Kämmerin Gabriele Häußermann den Gemeinderäten im Ergebnishaushalt ein Plus von knapp 2,5 Millionen Euro präsentieren. Geplant war eine Million Euro, im Vorjahr waren es rund 699 000 Euro. Ein Sonderergebnis in Höhe von einer guten Million Euro erbrachten die enormen Grundstückerlöse. Insbesondere bei den Steuereinnahmen brachten einen deutlichen Überschuss. Unterm Strich konnten 2,4 Millionen Euro an zusätzlichen liquiden Mitteln eingenommen werden. Der Gesamtbestand erhöht sich auf knapp 12,4 Millionen Euro. Der Schuldenstand liegt bei rund 912 000 Euro. Die Stadtwerke Neuenbürg weisen im Bereich der Wasserversorgung einen Verlust von 5800 Euro aus, der auf die neue Rechnung vorgetragen wird. Das Jahresergebnis der Abwasserbeseitigung ist ausgeglichen. Der Jahresverlust bei der Stromerzeugung in Höhe von 97 000 Euro wird mit dem Gewinnvortrag aus den Vorjahren verrechnet.

Finanzprüfung: Durch die Umstellung auf die kommunale Doppik hat sich die Gemeindeprüfungsanstalt Baden Württemberg kürzlich die Bilanzen Neuenbürgs angeschaut. Ohne größere Beanstandungen, wie Kämmerin Häußermann berichtete. Angemerkt worden seien aber die hohen freiwilligen Leistungen, die mit 24 Prozent über dem Landesdurchschnitt liegen. Empfohlen worden sei auch, die Friedhofsgebühren neu zu kalkulieren, ebenso wie die Gebührensätze der Eigenbetriebe.