nach oben
© Symbolbild: dpa
28.09.2011

Ausgebildeter Boxer erhält Bewährungsstrafe

ENZKREIS Ein ausgebildeter Boxer auf der Anklagebank, ein 22-Jähriger als Opfer und einige andere Partygäste als Zeugen: Eigentlich wollten die jungen Leute am 10. April dieses Jahres in einer Enzkreisgemeinde feiern. Doch dann eskalierte die Situation und sie trafen sich nun vor Gericht wieder.

Zu klären war, ob sich der 18-Jährige mittels eines Schlags gegen den Wurf einer Bierflasche wehrte – sprich Notwehr, worauf Rechtsanwalt Florian Bähr plädierte – oder ob es sich um eine gefährliche Körperverletzung handelte. Die Staatsanwaltschaft warf dem jungen Mann vor, einen 22-Jährigen K.O. geschlagen und auch danach nicht von ihm abgelassen zu haben. Das Gericht folgte der Ansicht, dass der Angeklagte ungerechtfertigt auf sein Opfer einschlug und verurteilte den 18-jährigen zu einer zehnmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung. Außerdem muss er ein Schmerzensgeld in Höhe von 1200 Euro zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. de