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Ausgelassene Stimmung: Die jungen Rocker von „6th Element“ heizten Publikum gehörig ein. Leute aus nah und fern, von 10 bis 60 Jahren waren beim Jubiläumsfest zu 20 Jahren „Live at the Grenz“ gekommen, um gleich vier regionale Bands zu hören.
Ausgelassene Stimmung: Die jungen Rocker von „6th Element“ heizten Publikum gehörig ein. Leute aus nah und fern, von 10 bis 60 Jahren waren beim Jubiläumsfest zu 20 Jahren „Live at the Grenz“ gekommen, um gleich vier regionale Bands zu hören. © Block
Gute Musik plus gute Stimmung ist gleich "Live at the Grenz".
Gute Musik plus gute Stimmung ist gleich "Live at the Grenz". © Block
Gute Musik und gute Musik bei "Live at the Grenz".
Gute Musik und gute Musik bei "Live at the Grenz". © TV-BW
31.07.2010

Ausgelassene Rockparty zu 20 Jahre "Live at the Grenz 2010"

Keltern-Niebelsbach. Eine berauschende Geburtstagsparty wurde bei „Live at the Grenz“ an der Grenzsägmühle gefeiert. Nunmehr seit zwei Jahrzehnten genießen hier Fans aus nah und fern eine stimmungsvolle Open-air-Fete.

Tausende Freunde der Frischluftmusik strömten an die einstmalige Trennlinie zwischen Badenern und Schwaben, um „Live at the Grenz“ dabei zu sein. „Viele Mitmenschen, die man nur einmal im Jahr sieht“, konnten Nordin Dekkar und Jean-Jacques Frisch, die hier seit 20 Jahren die Fäden ziehen, die zahlreichen Stammgäste begrüßen. Aber auch viele Neulinge wollten das lustvolle Miteinander in zünftiger Biergarten-Atmosphäre kennen lernen. „Unser erstes Mal“, gestehen Sandra und Rüdiger Erler aus Tiefenbronn vor der Niebelsbacher Grenzsägmühle gerne ein, die schon in den 1930er Jahren zum Mekka vieler Ausflugslustiger heranwuchs. Da waren allerdings die jungen Musiker von „6th Element“ noch nicht dabei, die als Konzert-Opener die Stimmung mit Trompetensolos und gefühlvollem Sound einheizten.

So gut eingestimmt konnte das Lustwandeln auf der Parkavenue zwischen verlängertem Bühnen-Laufsteg und Landgasthof einsetzen, um spätestens an der Sonnen-Bar einen Zwischenstopp einzulegen. Schon bei den ersten rockigen Klängen lässt sich die Biergarten-Gemeinschaft zur Bühne locken, um gemeinsam in den Melodien zu wiegen. Längst hat das jüngste Publikum den Spielplatz für sich erobert und entdeckt, wie viel Spaß es bereiten kann, in einer lauen Sommernacht zu schaukeln, während rundherum bei Rock ’n’ Roll oder aktueller Partymusik für pure Stimmung gesorgt ist. Recht ausgelassen wird die Nacht zum Tage gemacht, wobei beim Genuss der kulinarischen Köstlichkeiten das frisch Gezapfte nicht fehlen darf. „Nach langer Zeit das erste Mal“, gesteht Nicole Kälber. Die Unternehmerfrau aus Pforzheim ist nach der freudvollen Mutterpause nun gemeinsam mit ihrem Sohn Nicolas zu „Live at the Grenz“ zurück gekehrt und erfreut sich vor allem an der Beständigkeit des Festivals.

„Auf zwei Paletten als Bühne hat alles begonnen“, können Nordin Dekkar und Jean-Jacques Frisch auf das Jahr 1989 zurück blicken, als die beiden ihre Biergarten-Atmosphäre beleben wollten. „Schließlich gab es weit und breit außer ein paar kleinen Sportfesten kaum die Möglichkeit zum lustvollen Miteinander“, begründen die beiden Macher das erste Festival vor 20 Jahren. Da konnte „Route 66“ schon von einem LKW-Anhänger aus das Publikum auch auf den hinteren Plätzen begeistern. „Mittlerweile geht das Festival recht routiniert über die Bühne“, so Frisch und Dekkar, obwohl nach den starken Regenfällen der letzten Tage mehrere Tonnen Kies geordert werden mussten, um den Untergrund des zusätzlichen Biergartens in der Nähe der Bühne zu befestigen. „Damit auch wir Frischlinge festen Boden unter den Füßen haben“, freuen sich Sandra und Rüdiger Erler schon auf das nächste „Live at the Grenz“.