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Entspannte Atmosphäre: Der Bieselsberger Roman Gründer nutzt die Gelegenheit, um sich mit Ortsvorsteher Ulrich Burkhardt und Bürgermeister Matthias Leyn über die örtliche Breitbandversorgung auszutauschen (von links). Foto: Dast-Kunadt

Austausch auf Augenhöhe: Schömberger Bürgermeister lädt zur Bürger-Sprechstunde

Schömberg-Bieselsberg. Der Schömberger Bürgermeister Matthias Leyn möchte wissen, wo seinen Bürger der Schuh drückt. Daher sucht er noch bis einschließlich 8. April das direkte Gespräch in der sogenannten Bürger-Sprechstunde. Streng alphabetisch geordnet hatten am Montag schon die Bieselsberger als erste die Möglichkeit, sich im direkten Gespräch an ihren Bürgermeister sowie Ortsvorsteher Ulrich Burkhardt zu wenden.

Dass auch um 17.30 Uhr noch kein dichtes Gedränge im Bieselsberger Bürgerhaus herrschte, hat dabei weder Leyn noch Burkhardt verunsichert. „Wir machen den Bürgern mit der Sprechstunde ein Angebot“, sagen sie. Manche fühlten sich in den öffentlichen Sitzungen der Ortschaftsräte etwas verunsichert und wollten nicht vor zahlreichen Zuhörern im Rahmen des Tagesordnungspunktes Bürgerfragen sprechen. Andere suchten das Sechsaugengespräch mit Bürgermeister und Ortsvorsteher, um ein bestimmtes Thema intensiver erörtern zu können.

„Dabei kann es um die defekte Straßenlaterne, den Kirschbaum des Nachbarn gehen oder aber auch um den geplanten Turm in Oberlengenhardt“, sagt Leyn im Vorfeld der Gespräche. Durch die Anwesenheit der Vorsitzenden der Ortschaftsräte könnten einige Anliegen der Bürger schnell und direkt geklärt werden. Seit seinem Amtsantritt als Schömberger Bürgermeister im Jahr 2015 gebe es das Format bereits, das nun nicht zum ersten Mal stattfindet.

Bei der aktuellen Reihe war der Bieselsberger Roman Gründer am Ausbau des Glasfasernetzes interessiert. „Dabei habe ich sogar noch Glück“, sagt der Mann, der in der Informationstechnologie-Branche (IT) arbeitet. Sein Haus stehe am nächstmöglichen Punkt zum Verteiler. „So haben wir wenigstens drei Megabit (MB) Datengeschwindigkeit“, erzählt er. Bei seinen Nachbarn sehe es da schon ganz anders aus. Die hätten 0,7 MB und teils noch weniger zur Verfügung. „Wäre das Netz ein Wasserhahn, könnte man sagen, dass bei mir das Wasser wenigstens noch läuft. Bei meinen Nachbarn tröpfelt es nur noch“, so Gründer. Das sei einfach nicht mehr zeitgemäß und müsse dringend an den Stand der Technik angepasst werden. „Telefon, Fernseher und Internet sollten heutzutage gleichzeitig über die Datenleitung laufen können.“

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