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Ganz schön raffiniert getarnt ist dieses Gerät bei einem Einsatz in Birkenfeld. Der Enzkreis stellt eine zusätzliche Kraft ein und will von 2016 an verstärkt abends und morgens Raser erwischen. Foto: Ketterl, Archiv
Ganz schön raffiniert getarnt ist dieses Gerät bei einem Einsatz in Birkenfeld. Der Enzkreis stellt eine zusätzliche Kraft ein und will von 2016 an verstärkt abends und morgens Raser erwischen. Foto: Ketterl, Archiv
02.07.2015

Autofahrer aufgepasst: Bald deutlich mehr Radarfallen im Enzkreis

Autofahrer aufgepasst: Der Enzkreis wird die mobilen Radarkontrollen ausweiten. Jährlich sind die sechs Messkontrolleure, die beim Kreis tätig sind, rund 3700 Stunden im Einsatz – im kommenden Jahr wird eine siebte Kraft eingestellt. Dann können die Geschwindigkeiten rund 1160 Stunden länger überwacht werden, kündigte das Landratsamt gestern den Kreisräten im Verkehrsausschuss an.

Bei den fünf stationären Blitzern des Enzkreises – an der Nieferner B10-Kreuzung, dem Illinger Eck, in Neuenbürg, Königsbach und Bauschlott – bleibt dagegen alles beim Alten. Die fest installierten Starenkästen sind zwar laut Verwaltung sinnvoll an stark befahrenen Abschnitten, sie haben aber einen Nachteil: Die Autofahrer wissen inzwischen, wo sie ein Knöllchen riskieren, wenn sie zu schnell sind. Konkret: 2014 haben die fünf Stationen insgesamt knapp zwölf Millionen Fahrzeuge erfasst, doch nur etwa 14.000 Fahrer überschritten das jeweils erlaubte Tempo. Die Kreisverwaltung setzt daher verstärkt auf die mobilen Radarkontrollen.

Die flächendeckende Präsenz führe dazu, dass die Verkehrsteilnehmer mehr aufpassen. Raser müssten damit rechnen, dass „sie überall und zu jeder Zeit“ geblitzt werden, so die Verwaltung. Das ist aus Sicht des Landrats Karl Röckinger nötig, habe es doch in den vergangenen Jahren mehrere schwere Unfälle, zum Teil mit Toten, gegeben – oft war dabei eine zu hohe Geschwindigkeit die Ursache. Immer wichtiger werde auch die Überwachung von Tempo 30, das zunehmend in den Ortsdurchfahrten eingeführt wird.

Mit der zusätzlichen Kraft seien Einsätze „verstärkt abends und frühmorgens möglich“. Trostpflaster für Fahrer: Im Böblinger Raum gebe es fast doppelt so viele mobile Überprüfungen wie im Enzkreis, der sich künftig an Messstunden wie in Pforzheim oder im Kreis Ludwigsburg orientiert.

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