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Dieser Krähenfuß wurde von der Polizei auf einer Straße in Bruchsal sichergestellt.
Dieser Krähenfuß wurde von der Polizei auf einer Straße in Bruchsal sichergestellt. © Polizei Bruchsal
05.01.2017

Autofahrer verunglückt: Polizei warnt vor präparierten Nägeln auf Straßen

Bruchsal. Selbst hergestellte sogenannte „Krähenfüße“ aus Nägeln hat ein unbekannter Täter im Bereich Bruchsal auf Straßen ausgelegt und hält damit derzeit die Polizei in Atem.

Diese Krähenfüße wurden laut Polizei im Zufahrtsbereich zur Dr. General-Speidel-Kaserne von der B3 aus kommend, im Bereich des Kreisverkehrs der L558 Ortsausgang Bruchsal in Fahrtrichtung Büchenau beziehungsweise der Zufahrt zur Bereitschaftspolizei und auf der L558 zwischen Büchenau und der Abfahrt zur L560 entdeckt.

Beim Polizeirevier Bruchsal meldeten sich bislang zehn Geschädigte, deren Fahrzeugreifen nach dem Überfahren dieser Gegenstände irreparabel beschädigt waren und eine Reifenwerkstatt aufsuchen mussten.

Zeugen, die eventuell Hinweise auf den oder die bisher unbekannten Täter geben können sowie weitere Geschädigte werden gebeten, sich beim Polizeirevier Bruchsal unter der Telefonnummer (07251) 726-0 zu melden.

Im Jahr 2012 hatte ein ähnlicher Fall die Polizeibeamten auf Trab gehalten: Damals hatten vier Männer im Alter zwischen 22 und 29 Jahren Fallen auf Straßen im Landkreis Karlsruhe ausgelegt. Insgesamt 19 Mal hatten sie Fernsehgeräte, Betonbrocken, einen Gullydeckel oder ein Brett mit Holzschrauben als Hindernesse abgelegt. Ein anders Mal schütteten sie Altöl auf die Straße oder erzeugten im Winter Eisplatten. Fast alle Hindernisse hatten damals zu Unfällen geführt. Alle vier Täter wurden wegen versuchten Mordes zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, nachdem die Polizei sie geschnappt hatte. 

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