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Die Enzbrücke ist eine wichtige Verkehrsader zwischen Pforzheim und Niefern. Seit Jahren soll sie vierspurig werden. Jetzt will das Land nördlich der alten Brücke eine neue Überführung bauen.  Foto: Ketterl, Archiv
Die Enzbrücke ist eine wichtige Verkehrsader zwischen Pforzheim und Niefern. Seit Jahren soll sie vierspurig werden. Jetzt will das Land nördlich der alten Brücke eine neue Überführung bauen. Foto: Ketterl, Archiv
11.11.2016

B10-Brücke bei Neifern ist und bleibt ein Nadelöhr

Das Land plant ein Ersatzbauwerk über die Enz in Niefern, doch die Bundesstraße wird damit noch lange nicht vierspurig. Das Verfahren zieht sich hin. Ein Verkehrskollaps droht aber, wenn Ende 2018 der A 8-Ausbau im Enztal beginnt.

Vor rund zehn Jahren hatten die Planer des Landes für den Ausbau der A 8 und der B 10 im Enztal alle Zeit der Welt. Zum einen zeichnete sich damals ab, dass der heftige Streit um eine Autobahn mit einem guten Lärmschutz für die Anwohner so schnell nicht entschieden sein wird. Das verschaffte aber dem zuständigen Regierungspräsidium (RP) in Karlsruhe eigentlich viel Luft, das B 10-Nadelöhr bei Niefern zu beseitigen. „Wenn der A 8-Ausbau einmal beginnt, dann muss die B 10 dort natürlich vier- und nicht mehr zweispurig sein“, versprach 2005 der verantwortliche RP-Referatsleiter Jürgen Skarke gegenüber der PZ. Doch es kam ganz anders.

Ende 2018 soll jetzt der ersehnte A 8-Ausbau beginnen. Aber: Der 2017 für die B 10 in Niefern anvisierte Bau einer Ersatzbrücke neben dem alten und anfälligen Bauwerk kann den Engpass nicht entschärfen. Denn vierspurig wird die Bundesstraße erst viel später. Autofahrer, die der A 8-Baustelle mit ihrer Staugefahr ausweichen, belasten zusätzlich die B 10. Dann drohe ein Verkehrskollaps, befürchtet der Landtagsabgeordnete Erik Schweickert (FDP) aus Niefern.

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