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Sorgenkind in Sachen Lärmbelästigung ist die Ortsdurchfahrt der B 294 in Bauschlott. Tempo 30 wird jetzt beantragt. Ein Verkehrskreisel bei der Kreuzung Anger/Ölbronner Straße (im Bild) würde die Probleme nicht lösen. Foto: Manfred Schott
Sorgenkind in Sachen Lärmbelästigung ist die Ortsdurchfahrt der B 294 in Bauschlott. Tempo 30 wird jetzt beantragt. Ein Verkehrskreisel bei der Kreuzung Anger/Ölbronner Straße (im Bild) würde die Probleme nicht lösen. Foto: Manfred Schott
02.06.2017

B294 in Bauschlott: Tempo 30 gefordert

Neulingen. Der Gemeinderat Neulingen hat dem Lärmaktionsplan zugestimmt. Gleichzeitig wurde mit großer Mehrheit die Verwaltung beauftragt, die Begrenzung der Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer auf der Bauschlotter Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 294 (Pforzheimer Straße) beim Verkehrsamt zu beantragen. Mit deutlicher Mehrheit abgelehnt wurde die Bereitstellung von Haushaltsmitteln im nächsten Jahr für eine Machbarkeitsstudie zum Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Anger/B 294/Ölbronner Straße (L 611).

Der Lärmaktionsplan setzt eine EU-Richtlinie um, die ein Konzept zum Ziel hat, schädliche Auswirkungen durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern. Ein Ingenieurbüro für Verkehrswesen aus Karlsruhe hat für Neulingen diese Lärmaktionsplanung erstellt. Laut Bundesverkehrswegezählung fällt nur die Ortsdurchfahrt der B 294 in Bauschlott mit einer Verkehrsbelastung von über 8200 Fahrzeugen pro Tag in die Lärmkartierung und damit in die Lärmaktionsplanung. Zur Verbesserung der Lärmsituation war dort bereits in einem Pilotprojekt eine lärmoptimierte Asphaltdeckschicht aufgebracht worden.

Laut den Feststellungen von Gemeinderäten hat diese Maßnahme auch Wirkung gezeigt. Allerdings lässt durch die Verdichtung der Fahrbahnoberfläche diese Lärmdämmung im Laufe der Jahre nach. Als kurzfristig umsetzbare Maßnahme zur Lärmreduzierung empfiehlt der Lärmaktionsplan die Ausweisung von Tempo 30 als zulässige Höchstgeschwindigkeit. Die zweite Empfehlung ist die Umgestaltung des Knotenpunktes B 294/L 611/Anger zu einem Kreisverkehr. Dies würde zwar die Lärmbelästigung durch die Halte- und Startvorgänge an der Signalanlage durch einen stetigen Verkehrsfluss vermindern, würde aber die Fahrbahn nahe an die bestehende Bebauung heranrücken lassen.

Aus der Mitte des Gemeinderates wurde darauf hingewiesen, dass mit einer Kreisellösung die Fußgängerüberquerung an der Kreuzung nicht gelöst sei. Jetzt sorge die Ampelanlage für die Sicherheit der Fußgänger, was auch künftig so sein müsse. Man werde bei einem Kreisverkehr auch nicht um eine Signalanlage für die Fußgänger und damit nicht um das Anhalten von Fahrzeugen herumkommen. Diese Punkte bewogen den Gemeinderat, auf eine kostenintensive Machbarkeitsstudie zu verzichten.

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