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Papa-Bär klatscht ab: Vater Michael Janda übergibt nach der Fahrradstrecke an Tochter und Läuferin Natalie. Zusammen mit Schwester Jessica gingen die Drei kostümiert als „Janda-Bären“ an den Start.  Foto: Hegel 

Bärenstimmung im Neuenbürger Freibad

„Einen Schritt noch, einen Schritt noch…uuund geschafft!“ Andreas Preissler feuert die Athleten bei ihren letzten Metern auf der Zielgeraden noch einmal kräftig an. Auf dem Tisch vor ihm steht ein Laptop, mit dem er per Mausklick die Zeit der Läufer stoppt – und das genau 94 Mal, denn so viele Sportbegeisterte gingen in diesem Jahr beim Triathlönle des Turnvereins an den Start.

Nachdem die Kinder und Jugendlichen, von den Bambinis bis zur U18, ihre Strecke im Einzellauf gemeistert hatten, kamen die Aktiven und Senioren dran. Ganz am Schluss schließlich der Höhepunkt: Der Mannschaftswettbewerb als Staffel. Da wurde es dann auch ganz schön eng im Becken. 17 Schwimmerinnen und Schwimmer gingen zeitgleich an den Start und mussten nach ihrem inneren Schweinehund auch noch eine Strecke von 200 Metern bezwingen – also vier Mal das Becken rauf und runter. „Ein bisschen nervös ist man natürlich“, sagt Schwimmerin Jessica Janda vor dem Start. Auf dem Kopf trägt sie eine Badekappe mit Panda-Ohren. Zusammen mit Schwester Natalie und Vater Michael trat die Familie unter dem Team-Namen „Janda-Bären“ an. Die passenden schwarz-weißen Bären-Kostüme haben die Drei dafür extra geliehen – auch wenn die Sonne mit einhergehenden 20 Grad für diesen Spaßfaktor kein Erbarmen zeigte. „Es ist schon ganz schön warm hier drunter“, gibt Natalie Janda zu, bevor sie mit Vater Michael abklatscht und sich auf ihre 1,6 Kilometer lange Laufstrecke begibt. „Aber wir sind auch keine Sportler, sondern zur Gaudi hier. Hauptsache nicht Letzter wäre schön.“

Das gelang den Dreien. Am Ende landeten sie in der Frauenwertung auf dem vorletzten Platz. Auch die Stadtverwaltung Neuenbürg stellte wie schon oft in den letzten Jahren ein Team, diesmal bestehend aus Bürgermeister Horst Martin, Clemens Knobelspies vom Bauamt und Stadtkämmerin Gabriele Häußermann. Mit einem sechsten Platz reihten sich die Beamten im Mittelfeld ein. Die Anreise übers Enztal des SV Oberkollbach hat sich ebenfalls gelohnt: Mit der Bestzeit von 17,25 Minuten (200 Meter Schwimmen, vier Kilometer Fahrrad, 1600 Meter Laufen) sicherte sich das Team den ersten Platz in der Männerwertung.

Die 25 Helferinnen und Helfer des Turnvereins zeigten sich zufrieden mit der Zahl der Anmeldungen. „Es waren mehr als beim letzten Mal“, sagte Mitorganisator Andreas Preissler. Zusammen mit den Zuschauern fanden gut 150 Leute den Weg ins Freibad, das ab Sonntag offiziell eröffnet ist.