nach oben
Symbolbild: dpa
Symbolbild: dpa
20.06.2019

Bahnverbindung fällt weg: Schulweg wird zur Herausforderung

Königsbach-Stein. Wenn die Lehrer des Königsbacher Bildungszentrums nach den Pfingstferien wieder zur Arbeit fahren, sehen sich einige mit einem Problem konfrontiert: Nach dem Fahrplanwechsel gibt es den Regionalexpress (RE) nicht mehr, der um 6.53 Uhr in Karlsruhe-Durlach abfuhr und um 7.04 Uhr in Königsbach ankam.

„Der Wegfall dieser Verbindung bringt eine erhebliche Verlängerung der Fahrzeit mit sich“, sagt Angelika Schleider, Rektorin der Comeniusschule: „Für Pendler von Durlach beispielsweise werden aus bisher elf Minuten dann 30.“ Das habe zur Folge, dass betroffene Lehrer „viel früher von zu Hause losmüssen“, um rechtzeitig vor Ort zu sein. Einige würden überlegen, auf das Auto umzusteigen.

Eine Lösung für das Problem scheint es zumindest vorerst nicht zu geben, wie PZ-Nachfragen bei den zuständigen Stellen ergeben: Auf die landeseigene Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) verweisen der zuständige Streckenbetreiber Go-Ahead und die Albtalverkehrsgesellschaft (AVG). Für die Fahrpläne sei man selbst nicht zuständig.

Die NVBW verweist auf die Interregio-Züge, die den Reisenden von Karlsruhe und Durlach in Richtung Pforzheim, Mühlacker, Vaihingen an der Enz und Stuttgart als Alternativverbindungen um 6.33 Uhr und 7.33 Uhr zur Verfügung stünden. Für Schüler gebe es ab Wilferdingen-Singen in Richtung Königsbach die Regionalbahn um 6.58 Uhr.

Gleichwohl räumt die NVBW ein, dass den morgendlichen Fahrgästen ein Nachteil entstehe, die von Karlsruhe Hauptbahnhof und Durlach in Richtung Wilferdingen-Singen, Königsbach, Bilfingen, Ersingen und Ispringen unterwegs seien. Das Unternehmen verweist auf die S5, die um 6.38 Uhr in Karlsruhe-Durlach abfährt und um 7.08 Uhr in Königsbach ankommt. „Eine neue Konzeption bringt neben zahlreichen Vorteilen in einigen Fällen auch Nachteile für einige Fahrgäste, im konkreten Fall fällt diese eine morgendliche Verbindung weg“, so die NVBW: „Wir werden die Beschwerden sammeln und zusammen mit den neuen Unternehmen prüfen, ob zum Fahrplanwechsel im Dezember das Angebot nochmals verändert oder ergänzt werden kann.“

Mehr lesen Sie am Freitag, 21. Juni, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.