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In diesem Gebäude in Feldrennach sind schon Flüchtlinge untergebracht. Um Hallen nicht schließen zu müssen, muss sich die Gemeinde rasch Gedanken machen, welche weiteren Unterbringungsmöglichkeiten es gibt. Foto: Falk, Archiv
In diesem Gebäude in Feldrennach sind schon Flüchtlinge untergebracht. Um Hallen nicht schließen zu müssen, muss sich die Gemeinde rasch Gedanken machen, welche weiteren Unterbringungsmöglichkeiten es gibt. Foto: Falk, Archiv
22.10.2015

Bald mehr Flüchtlinge in Straubenhardt? Rat sucht nach Lösungen

Auch in der jüngsten Straubenhardter Gemeinderatssitzung stand das Thema Asyl auf der Tagesordnung. Für 96 Personen muss der Enzkreis wöchentlich ein Dach über dem Kopf finden. Die Lage spitze sich derart zu, dass der Kreis für die nächste Woche noch wisse, wo er die Menschen unterbringen könne, aber nicht mehr, wie es dann in 14 Tagen aussehe, unterstrich Bürgermeister Helge Viehweg.

Man sei händeringend auf der Suche nach Räumen. „Auch unser Entgegenkommen im Sommer reicht schon nicht mehr aus“, so Viehweg. Im Juli hatte der Gemeinderat die Unterbringung von weiteren 71 Flüchtlingen in einem Gebäude an der Daimlerstraße im Industriegebiet Feldrennach beschlossen. Nun stand dieses Gebäude erneut auf der Tagesordnung.

Die Räte beschlossen einstimmig die Nutzungsänderung vom Büro- und Verwaltungsgebäude in eine Flüchtlingsunterkunft. Eine benachbarte Firma hatte bereits vor Einreichung des Bauantrages vorsorglich Einwendungen erhoben. Das Unternehmen dürfe emissionsschutzrechtlich – da dann nebenan Menschen wohnen werden – nicht eingeschränkt werden, so eine Forderung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Hans Vester: „Der Bestandsschutz der Firma muss gewährleistet sein.“ Freie- Wähler-Fraktionsvorsitzender Horst Reiser stellte klar, dass die baurechtliche Sicht beim Beschluss im Vordergrund stehen müsse, egal welche Nutzung zugrunde liege: „Es darf nicht der Verdacht entstehen, dass das baurechtlich nicht sauber ist.“ Bürgermeister Viehweg sprach ebenfalls die jüngste Bekanntgabe des Landratsamtes zur Nutzung von Turnhallen für die Unterbringung von Flüchtlingen an und stellte klar, dass das seinerseits für Straubenhardter Hallen auf keinen Fall gewünscht sei. Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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