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25.09.2015

Bald stehen Wohncontainer in Wurmberg

Der Enzkreis sucht dringend Asylunterkünfte. Bis zu 56 Asylbewerber sollen nun ab Anfang Dezember in Wurmberg in einer Wohncontaineranlage beim Bau- und Recyclinghof im „Gewann bei der Steingrube“ Unterschlupf finden.

Wie prekär und wie groß die Not des Enzkreises in Sachen Unterkünfte ist, zeigte Bürgermeister Jörg-Michael Teply in der Gemeinderatssitzung auf. „Bis Ende des Jahres kommen noch etwa 1000 Flüchtlinge in den Enzkreis. Unterkünfte gibt es trotz verschiedener Planungen nur für 300. Es wird also immer noch Kapazität gebraucht“, machte Teply klar.

Noch vor wenigen Wochen ging die Gemeinde von der Aufnahme von 20 Flüchtlingen aus, dann sollten 40 Asylbewerber in den Wohncontainern untergebracht werden. Nun stieg die Zahl der Unterzubringenden auf 56 an.

Geplant sind acht getrennte Wohneinheiten, in denen sich jeweils bis zu sieben Flüchtlinge eine Unterkunft teilen. 56 Personen werden nun auf einer bebauten Grundfläche von insgesamt etwa 330 Quadratmetern in der Heckengäugemeinde nahe des Bauhofes unterkommen. Doch der Zugang zum Wohncontainer-Areal erfolgt nicht über den Bauhof, sondern über einen Schotterweg.

Bauherr der Anlage ist der Enzkreis. Die Gemeinde stellt dem Kreis nur das Gelände für einen symbolischen Mietpreis für die Dauer von zehn Jahren zur Verfügung. „Falls in dieser Zeit die Teilortsumgehung kommen sollte und das Gelände benötigt wird, wird man mit dem Enzkreis eine Regelung finden“, sagte Teply und bezog sich auf ein Gespräch mit Landrats-Vize Wolfgang Herz. Die Zeit eilt: Bereits Mitte/Ende November werden die Container aufgestellt, in die dann Anfang Dezember Asylbewerber einziehen. Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.