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01.05.2008

Banküberfall bleibt ungeklärt

ENGELSBRAND-GRUNBACH. Wer am 7. Juli 2006 den bewaffneten Überfall auf die Sparkassen-Filiale in Grunbach verübt hat, bleibt weiterhin im Dunkeln. Fest steht: Der Prozess gegen den frei gesprochenen 25-jährigen Angeklagten wird nicht mehr aufgerollt.

„Vor wenigen Tagen ist ein Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) ergangen, dass unsere Revision verworfen wurde“, sagte der Pforzheimer Oberstaatsanwalt Hans-Werner Schwierk der PZ auf Anfrage. Die Begründung dieser Entscheidung liege ihm jedoch noch nicht vor.

Zu viele Zweifel

Wie mehrfach berichtet, war die Auswärtigen-Strafkammer des Landgerichts in Pforzheim nach sieben Verhandlungstagen und fast zwei Monaten zur Auffassung gelangt, dass der mehrfach vorbestrafte Backnanger nicht eindeutig für den Überfall verantwortlich gemacht werden kann.

Ein maskierter Täter hatte den Bankangestellten dazu gezwungen, 13 365 Euro Bargeld herauszurücken. Staatsanwalt Marc Wagner hatte wegen schwerer räuberischer Erpressung eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren verlangt, die Stuttgarter Verteidigerin Margrete Haimayer erfolgreich einen Freispruch gefordert. Allerdings hatte auch sie gegenüber der Großen Strafkammer eingeräumt: „Er wird wohl der Gehilfe gewesen sein.“ Für den Vorsitzenden Richter Hermann Meyer bestanden zu viele Zweifel und Unklarheiten, um den Deutschen nordafrikanischer Herkunft hinter Schloss und Riegel zu verbannen.