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Am Klavier begleitete Chorleiter Bernd Philippsen die Sängerinnen von Con-Musica. Foto: Hegel
Am Klavier begleitete Chorleiter Bernd Philippsen die Sängerinnen von Con-Musica. Foto: Hegel
15.04.2019

„Basisdemokratisches“ Osterkonzert des Conweiler Chors Con-Musica überzeugt 150 Zuhörer

Straubenhardt-Conweiler. „Erstaunliche Gnade, wie süß der Klang, die einen armen Sünder wie mich errettete!“ Die Zeilen eines der bekanntesten geistlichen Lieder „Amazing Grace“, in dem ein Sklavenhändler durch einen Seesturm die Gnade Gottes erfährt, ziehen in der Tradition des Chorals ihre Wirkungskraft aus dem mehrstimmigen Gesang. Am Sonntag war das in der Martinskirche in Conweiler eindrucksvoll zu hören, denn in seinen Osterkonzerten „Sing Halleluja“ versucht sich der Chor Con-Musica erstmals ausschließlich an geistlichen Liedern.

Auch der Auftritt in einer Kirche ist Premiere. Dank personeller Unterstützung gelingt die akustische Herausforderung. Dem jungen Mozart hätte das sicher gefallen: Zum Konzertabend servierten die Sängerinnen einen Cocktail aus klassischen Kirchenliedern des Wunderkinds und seiner deutschen Kollegen Bach und Mendelssohn gemischt mit modernen Welthits wie „Halleluja“ von Leonard Cohen oder „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act“. Amerikanischer Gospel, auf den Baumwollplantagen der Südstaaten entstanden, trägt dabei Leid und die Hoffnung auf Errettung in eine am Ende stimmige musikalische Mixtur. 14 Lieder und eine Klavierimprovisation bescherten den 150 Zuhörern einen kurzweiligen Abend.

800 Kompositionen hat Chorleiter Bernd Philippsen bisher zu Papier gebracht – vier davon hielten Einzug in das jetzige Programm „Sing Halleluja“, das Con-Musica letzte Woche schon in Bad Herrenalb darbot. Erstmals aufgeführt wurde „You are the light of the world“, in dem der Komponist die Zuhörer mit Verweis auf die Bergpredigt den Kampf des Lichts gegen die Dunkelheit in der Bibel thematisiert.

Eine Woche sitzt Philippsen durchschnittlich an einer neuen Komposition – sieben Monate dauern die Probenzeiten für einen solchen Konzertabend. Ganz bewusst haben sich die Sängerinnen für das religiöse Thema entschieden. „Bei uns läuft das ganz basisdemokratisch – wie bei den Grünen“, scherzt Vorsitzende Sabine Piétriga.

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