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Im Kieselbronner Wahrzeichen, dem weithin sichtbaren Wasserturm und dem Wasserspeicher darunter, wird eine Druckerhöhungslage für konstanten, ausreichenden Wasserdruck in der Hochzone sorgen. Foto: Manfred Schott
Im Kieselbronner Wahrzeichen, dem weithin sichtbaren Wasserturm und dem Wasserspeicher darunter, wird eine Druckerhöhungslage für konstanten, ausreichenden Wasserdruck in der Hochzone sorgen. Foto: Manfred Schott
20.01.2019

Baubeginn noch vor Förderzusage

Kieselbronn. Die Druckerhöhungsanlage für die Hochzone der Kieselbronner Wasserversorgung kann rasch umgesetzt werden. Der Gemeinderat vergab in seiner jüngsten Sitzung den Auftrag zum Einbau der hydraulischen Einrichtungen (Steuer- und Regeltechnik) im Gebäude des Wasserturms an der Pforzheimer Straße für 260.000 Euro an die Strecker GmbH aus Tuttlingen. Wie Kämmerer Wolfgang Grun berichtete, kostet der Gesamtausbau der Druckerhöhung einschließlich der Tiefbaumaßnahmen 419.000 Euro.

Die Gemeinde hat einen Zuschussantrag beim Regierungspräsidium Karlsruhe gestellt. Erwartet werden 68.000 Euro Staatsmittel. Die Zusage des Regierungspräsidiums steht noch aus. Dazu sagte Bürgermeister Heiko Faber, dass normalerweise mit dem Bau erst begonnen werden darf, wenn der Förderbescheid bei der Gemeinde vorliegt. Wegen der Dringlichkeit der Maßnahme, vor allem im Hinblick auf die Sicherstellung der Löschwasserversorgung, habe er beim Regierungspräsidium erreicht, dass in diesem Fall ein früherer Baubeginn für die Bewilligung der Förderung unschädlich sei. Allerdings könne dann, wenn höhere Baukosten anfallen sollten, kein zusätzlicher Zuschussantrag mehr gestellt werden. Zum Verständnis der Funktionsweise wurde in der Sitzung erläutert: Das Trinkwasser wird aus der Bodensee-Wasserleitung in den Hochbehälter geleitet. Für die etwas tiefer gelegenen Teile Kieselbronns (Tiefzone) reicht die natürliche Höhe des Wasserturms für einen konstanten Leitungsdruck aus. Die höher gelegenen Straßenzüge (Hochzone) werden bislang allerdings, wegen des dort herrschenden höheren Leitungsdrucks, über einen Druckminderer direkt aus der Zuleitung der Bodensee-Wasserversorgung versorgt. Dort traten im Sommer 2017 vermehrt Schwankungen auf, die den Wasserdruck an den Hausanschlüssen auf etwa 1,6 Bar sinken ließen. Künftig soll das gesamte Trinkwasser über die Speicheranlage der Gemeinde laufen. Die neue Druckerhöhungsanlage wird dann für die Hochzone einen Wasserdruck zwischen 2,4 und 2,7 Bar garantieren, der auch für die Löschwasserversorgung im Brandfall ausreicht.