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Brillant: Ton- und stimmgewaltig begeistern beim Geburtstagskonzert „60 Jahre Musikverein Bauschlott und zehn Jahre Dirigent Oliver Bickel“ das Große Blasorchester des Musikvereins mit 50 Aktiven und der Sängerbund Bauschlott mit 41 Sängern. Fotos: Dietrich
Brillant: Ton- und stimmgewaltig begeistern beim Geburtstagskonzert „60 Jahre Musikverein Bauschlott und zehn Jahre Dirigent Oliver Bickel“ das Große Blasorchester des Musikvereins mit 50 Aktiven und der Sängerbund Bauschlott mit 41 Sängern. Fotos: Dietrich
02.11.2015

Bauschlott: Beifallsstürme für das Große Blasorchester und den Sängerbund

Von hohem Niveau war das traditionelle, große Jahreskonzert des in der Höchststufe (Stufe 5, sehr schwer) spielenden Musikvereins Bauschlott am Abend von Allerheiligen in der voll besetzten Gräfin-Rhena-Halle. Dieses Jahr stand es unter dem Motto „60 Jahre Musikverein Bauschlott und zehn Jahre Dirigent Oliver Bickel“.

Die wunderschöne herbstliche Bühnendekoration hatte Gabriele Bott „gezaubert“. Mit dem großen Blasorchester mit 50 Mitwirkenden von 14 bis 81 Jahren hatte Bickel, der auch zugleich durchs Programm mit Infos zu den Musikstücken führte, zum doppelten Jubiläum wieder ein spannendes Programm zusammengestellt. Südamerikanisches „Feuer“ und Musik zum Innehalten wechselten sich dabei ab.

Die Reise in die weite Musikwelt führte zur Einstimmung mit der Ouvertüre zur Operette „Candide“ von Leonard Bernstein an den Broadway in New York. Mit „Conga del Fuego Nuevo“, einem der bekannteren Werke des Mexikaners Artur Márquez, wurden die Besucher nach Südamerika mitgenommen. „St. Florian Choral“ führte an die Wirkungsstätte – dem Stift zu St. Florian“ – des oberösterreichischen Komponisten Anton Bruckner. Mit der „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin erklang eines der bekanntesten Werke dieses Komponisten. Begleitet wurde es am Flügel von Simone Maier-Heymann aus Dürrn, die eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Musikverein Bauschlott verbindet. Für diesen übernahm sie bereits den Klavierpart bei dem Musical „Franziskus“ und der Aufführung der Sinfonie „Der Herr der Ringe“.

Zunächst ging es nach der Pause mit „Armenische Tänze“, einem der Klassiker der Blasmusikliteratur von Alfred Reed, und einem „Gruß an Bern“ weiter.

Stefan Weihing, Vorsitzender des Musikvereins Bauschlott, dankte beim Jubiläumskonzert Dirigent Oliver Bickel, der genau vor zehn Jahren zum ersten Mal das traditionelle Herbstkonzert leitete. Nachdem dessen inzwischen verstorbener Vorgänger Siegfried Flohr 2004 bekanntgab, dass er krankheitsbedingt aufhören müsse, stellte sich die Frage, wie es weitergehen werde. Dabei kam man auf Bickel, der schon am Flügelhorn beim Musikverein Bauschlott spielte. Nach seinem Einstieg in das Orchester in der Oberstufe führte er es zur Höchststufe (Stufe 5, sehr schwer). Seither konnte das Höchststufenorchester in drei Wertungsteilen das Prädikat „mit hervorragendem Erfolg“ erreichen. Außerhalb seiner Dirigentenarbeit in Bauschlott absolvierte Bickel diverse Lehrgänge und Fortbildungen, hauptsächlich in der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen. Hier wurde er auch zum internationalen Wertungsrichter ausgebildet.
Im würdigen Rahmen zum Konzert „60 Jahre Musikverein Bauschlott und zehn Jahre Dirigent Oliver Bickel“ konnten alle sieben noch lebenden Gründungsmitglieder geehrt werden. Vorsitzender Stefan Weihing und Neulingens Bürgermeister Michael Schmidt betonten: „Es freut uns, heute Abend gemeinsam mit Ihnen den Gründungsmitgliedern der ehemaligen Feuerwehrkapelle Bauschlott für ihre jahrzehntelange Treue Dank sagen zu können.“ 14 junge Männer aus Bauschlott fanden sich vor 60 Jahren zusammen, um zu musizieren, woraus die Feuerwehrkapelle geboren wurde. Erinnert wurde an: Helmut Baumann, Herbert Schwab, Manfred Friedrich, Werner Scheuble und Ewald Fuchs. Bis heute aktiv dabei sind Helmut Fuchs und Wilhelm Stößer. Helmut Spiegel, Vize-Vorsitzender des Blasmusikkreisverbandes Pforzheim-Enzkreis, nahm für den Landesverband die Ehrungen für die Aktiven vor. pd

 

Um die erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen, wirkte bei den folgenden Stücken in harmonischer Ergänzung und klangvollem Zusammenspiel der Sängerbund Bauschlott unter seinem Dirigenten Bernd Haberstroh mit 41 Sängern mit. Ton- und stimmgewaltig war der „Matrosenchor“ aus der Oper „Der fliegende Holländer“ und der „Jägerchor“ aus der Oper „Der Freischütz“.

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