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07.07.2019

Bauvorhaben sorgt in Göbrichen für Unmut

Neulingen-Göbrichen. Schon bevor der Tagesordnungspunkt zum geplanten Wohn- und Geschäftshaus im Strietweg in Göbrichen am Mittwoch in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats aufgerufen wurde, sorgte die Thematik für viel Aufregung. Einige Anwohner des Strietwegs waren in das Rathaus in Bauschlott gekommen, um ihre Bedenken über die Pläne bereits in der öffentlichen Bürgerfragerunde zu äußern. „Unsere Straße ist schon jetzt viel zu eng“, machte etwa eine besorgte Bewohnerin in Hinblick auf die Parksituation deutlich. Wenn künftig noch mehr Autos aufgrund des geplanten Gewerbes in der engen Straße parken sollten, gebe es kein Durchkommen mehr, so die Befürchtungen.

Doch nicht nur die bereits angespannte Verkehrssituation sorgte für Unmut, auch die künftige Lärmproblematik machte den Bewohner zu schaffen. Um der ganzen Thematik den Wind aus den Segeln zu nehmen, stellte Bürgermeister Michael Schmidt zunächst klar, dass es sich bei dem betroffenen Gebiet um ein Mischgebiet für Wohn- aber auch Gewerbenutzung handelt. „Um ein Gewerbe an diesem Standort kommen wir also nicht herum“, so Schmidt. Da man aber seitens der Verwaltung immerhin entscheiden könne, was für eine Firma sich in einem Mischgebiet ansiedelt, konnte auch in diesem Fall einer „störungsfreien“ Firma zugesagt werden. Sprich: „Ich sehe bei diesem Malerbetrieb keinerlei Probleme, dass Störungen durch Lärm entstehen werden“, so der Bürgermeister. Falls doch, könne man jederzeit auf die Verwaltung zukommen. Bürgermeister Schmidt versprach in Hinblick auf die Verkehrssituation, in den kommenden Wochen das Gebiet genauer zu betrachten und den Strietweg in die nächste Verkehrsschau aufzunehmen. Auch Vorschläge der Anwohner, wie etwa die Verkehrsinseln zu beseitigen, habe man aufgenommen. Dem Antrag des Bauherren auf Befreiung bezüglich der Abweichung von der Geschossflächenzahl stimmte der Gemeinderat schließlich zu.