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Die Wohncontaineranlage für Flüchtlinge ist in Wurmberg beim Bau- und Recyclinghof untergebracht. Bei einer künftigen Teilortsumfahrung müsste die Containersiedlung weichen. Foto: Fux
Die Wohncontaineranlage für Flüchtlinge ist in Wurmberg beim Bau- und Recyclinghof untergebracht. Bei einer künftigen Teilortsumfahrung müsste die Containersiedlung weichen. Foto: Fux
01.05.2017

Bebauungsplan für Asylunterkünfte in Wurmberg: Bau- und Recyclinghof sowie Umgehung berücksichtigt

Wurmberg. Der Gemeinderat Wurmberg billigte den Entwurf des Bebauungsplans „Bei der Steingrube“. Dessen Ziel ist es, bestehende Nutzungen wie den Bau- und Recyclinghof, die Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkunft städtebaulich zu ordnen und eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen.

Allerdings geht die Gemeinde davon aus, dass die Wohncontaineranlage für Asylbewerber und Flüchtlinge nicht dauerhaft bestehen bleibt. Die Anlage müsste auf jeden Fall weichen oder verändert werden, wenn die Teilortsumfahrung in einigen Jahren tatsächlich kommen sollte. Doch noch ist dies ferne Zukunftsmusik.

Zugestimmt hat der Rat auch einer neuen Satzung über die Benutzung von Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünften. Denn das Papier hatte schon viele Jahre auf dem Buckel und stammte aus dem Jahre 1993. Damit einher ging auch eine Kalkulation der Benutzungsgebühren, die seither außer der Anpassung an den Euro nicht mehr verändert oder an die heutigen Gegebenheiten und Preisentwicklungen angepasst wurden. In der bisherigen Satzung waren sogar noch Unterkünfte aufgeführt, die es schon seit etlichen Jahren nicht mehr gibt, beispielsweise die Unterkunft an der ehemaligen Radarstation in der Öschelbronner Straße. „Aufgrund der derzeitigen Flüchtlingssituation und den vielen Anschlussunterbringungen, welche die Gemeinde aktuell vornehmen muss, ist es dringend erforderlich, die Satzung über die Benutzung von Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünften neu zu fassen und an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen“, so Bürgermeister Jörg-Michael Teply. Geregelt werden im Schriftstück auch die Gebühren. Durch eine Kalkulation ergibt sich für die Unterkünfte eine monatliche Nettokalkulationsmiete in Höhe von 7,37 Euro pro Quadratmeter.

Die monatlichen Nebenkosten, darunter Strom, Heizung, Wasser, Abwasser, Müll werden mit 6,70 Euro veranschlagt. Dies führt zu einer monatlichen Gesamtsumme von knapp 14 Euro pro Quadratmeter.