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Happiness Festival

Die Fans feierten ausgelassen beim Happiness Festival 2016. © Thomas Sommer
10.07.2014

Begeisterte Fans trotzen Wetter auf dem Happiness-Festival

Es ist Samstag, 13:05 Uhr. Der Ansager kündigt lauthals den ersten Act des Tages „Pedro Panaché“ an. „Happiness wo seid ihr?“, ruft er. Doch keiner antwortet, der Platz ist wie leergefegt. Das Problem: Die Tore am Eingang wurden von der Security noch gar nicht geöffnet.

Nach einigen Minuten ist alles geklärt und die Zuschauer strömen vor die Bühne. 400 Leute feiern schon um diese Zeit den Rapper aus Langenalb.

Und hier kommt jetzt Sven Berhagen zu Wort:

Bildergalerie: Superstimmung beim Happiness-Festival - 2

Bildergalerie: Superstimmung beim Happiness-Festival - 1

Doch der verspätete Start hat Konsequenzen: Vor seinem letzten Lied wird dem 23-Jährigen der Saft abgedreht und die Techniker bauen die Bühne um. Das lassen die drei Jungs nicht auf sich sitzen: Kurzerhand wird auf den Subwoofern vor der Bühne eine Akapella Version des letzten Songs vorgetragen. Die Stimmung kocht. „Es war einfach geil, wie die Leute vor die Bühne rannten“, freut sich Matthias Weber, der die Lieder an der Gitarre begleitet.

Bildergalerie: Erste Eindrücke vom Happiness-Festival

Der perfekte Start des Festivals wird kurze Zeit getrübt, als gegen 16.30 ein großer Regenschauer niederprasselt. Die Leute verkriechen sich unter die wenigen Bedachungen, es geht regnerisch weiter. Kein Problem mit dem Regen hat der 20-jährige Yannik Wowro aus Conweiler. „Es hat bisher immer geregnet, außer letztes Jahr. Das gehört mittlerweile zum Happines dazu.“

Die meisten scheinen diese Haltung zu teilen, denn der leichte Regen tut der Stimmung keinen Abbruch. Ab 18.20 Uhr eröffnen die Stuttgarter „Heisskalt“ den rockigen Teil des Happiness. Dazu gehören auch „Emil Bulls“, die schon zum fünften Mal auf dem Festival dabei sind und abermals einen wahnsinnigen Auftritt hinlegen. Hunderte rennen in einem riesigen Kreis über das Gelände. Nach dem Headbangen ist bei „Irie Révoltés“ tanzen angesagt. Ska Punk haben sich die Jungs aus Heidelberg auf die Fahnen geschrieben. Und nicht nur das: Antifaschistische und sozialkritische Texte gehören für sie zu ihrer Musik dazu. Die Stimmung hat ihren Höhepunkt erreicht. „Jump, jump, jump!“ ertönt es von der Bühne und die Menge rastet aus. Die Alternative Rocker „The Hives“ aus Schweden bilden schließlich einen würdigen Abschluss. Schon beim ersten Song geht Gitarrist Nicholaus Arson auf Tuchfühlung mit dem Publikum und auch Sänger Howlin' Pelle Almqvist macht es sich da oben nicht all zu bequem.

Für die meisten geht es nach dem Auftritt weiter zur Aftershow Party auf den Camping Platz. Verschiedene DJ's legen dort auf, wo das Ende noch bis tief in die Nacht begossen wird.