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Gerd Stegmaier (von links) und Folke Damminger präsentieren die Wiernsheimer Funde dem Architekten Klaudius Kegel, Klaus Dieterich von der Firma Paulus sowie Bauamtsleiter Eberhard Lenckner und Norbert Neuser.  Foto: Prokoph 

Bei Ausgrabungen für Bauvorhaben: Antike Scherbe in Wiernsheim gefunden

Wiernsheim. „Das ist schon eine Sensation“, sagt Dr. Folke Damminger vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Referat 84.2, Archäologische Denkmalpflege. Denn in Wiernsheim stieß man dieser Tage erstmals bei Ausgrabungen im Enzkreis auf eine Nigra-Scherbe, also eine römische Schwarzkeramik aus dem vierten Jahrhundert. Überdies wurde ein Beil aus der Steinzeit gefunden und zahlreiche Scherben aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Die Nigra-Scherbe ordnet Damminger den Alamannen zu, die nach den Römern, die um 90 bis 260 nach Christi die Region bevölkerten, im heutigen Wiernsheim gelebt haben. Weil die Firma Paulus aktuell im Wiernsheimer Rathausbereich in der Kronengasse 13 und in der Hindenburgstraße 20 behindertengerechte Wohnung errichtet, wurden die Ausgrabungen zuvor angeordnet. Denn es handelt sich um ein Bauvorhaben im Ortskern.

„Man kann schon sagen, dass es ein wohlhabenderer alemannischer Haushalt war, in dem das Nigra-Gefäß einst auf der Tafel

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