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Mit Schwung übers Netz: Beim Schnürles-Turnier der Steiner Turngesellschaft sind am Samstagabend zehn Mannschaften auf dem Sportgelände gegeneinander angetreten.  Foto: Roller 

Beim Sportfest der TG Stein: Kicken ohne Einschränkungen

Königsbach-Stein. Firmenmannschaften sind gegeneinander angetreten und Bälle beim Schnürlesturnier über 55 Zentimeter hohe Seile geflogen, die Jüngsten haben Spaß am gemeinsamen Bewegen erlebt, Stein hat gegen Königsbach gespielt und Livemusik die Stimmung zum Kochen gebracht: Ordentlich was los gewesen ist am Wochenende beim Sportfest der Steiner Turngesellschaft.

Sehr zur Freude von Manuel Roser, der sich mit Norbert Morlock den Vorsitz des Vereins teilt. „Ich denke, das tut den Leuten gut“, sagt Roser, der dabei auch die Kinder und Jugendlichen im Blick hat, die sich nun wieder unbeschwert zusammen mit Gleichaltrigen austoben konnten. Gelegenheit dazu hatten sie beim Sportfest unter anderem am Samstagnachmittag bei den Spielen der F-, E- und D-Jugend. Und natürlich am Sonntagmorgen, als beim Bambinispielfest die Jüngsten auf dem Rasenplatz an mehreren Stationen ihr Können zeigten. Roser glaubt, dass die Menschen sich nach mehr als zwei Jahren Corona-Krise nun wieder nach Veranstaltungen sehnen. Denn auch an der TG Stein sind die Beschränkungen nicht spurlos vorübergegangen. 2020 musste sie ihr Sportfest komplett absagen, voriges Jahr stellte man eine „Mini-Version“ auf die Beine: mit abgespecktem Programm und ausgeklügeltem Hygienekonzept. Dieses Jahr ist der Verein wieder in die Vollen gegangen und hat ein Fest organisiert, das fast genau so war wie vor Corona. Roser erzählt, schon als am Freitagabend beim Zecha-Cup zehn Firmenmannschaften gegeneinander antraten, sei es auf dem Sportgelände „brechend voll“ gewesen. „Das war Wahnsinn.“

Gut besucht war am Samstagabend auch das große Schnürles-Turnier, das bereits seit 2014 fester Bestandteil des Sportfests ist. Zehn Mannschaften hatten sich angemeldet, einige aus der TG Stein heraus, einige von befreundeten Vereinen aus dem Ort, aber auch von außerhalb. Die JFV Straubenhardt war gleich mit zwei Mannschaften vertreten, beide aus Vätern bestehend, deren Kinder in der C2-Jugend spielen.

"Das ist ein tolles Event, das muss man unterstützen",

sagt Sascha Leonhard, der in Königsbach-Stein wohnt und so den Kontakt hergestellt hat:

"Ich bin dankbar, dass wir hier als auswärtige Mannschaft mitmachen dürfen."

Beim Schnürles-Turnier versuchten auch Leonhard und seine Kollegen, den Ball so über das in der Mitte des Spielfelds in einer Höhe von genau 55 Zentimetern gespannte Seil zu bugsieren, dass ihn die Gegner nicht mehr regelkonform zurückspielen konnten.

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Auch wenn in Stein nach den Verbandsregeln gespielt wurde, stand der Spaß im Mittelpunkt. „Beim Schnürles kann man auch mitmachen, wenn man nicht das allergrößte fußballerische Talent hat“, sagt Roser: „Es kommt da auf eine gewisse Cleverness an.“ Der Vorsitzende freut sich über die 60 ehrenamtlichen Helfer des Vereins, die in mehreren Schichten im Einsatz waren. Und natürlich über das gute Wetter: „Ohne Ende Sonne, angenehme Temperaturen, perfekt für ein Sportfest.“