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Auf dem Rasen ging es nicht nur zwischen Polizei (schwarz) und den Fairplayers (rot) mit vollem Einsatz zur Sache.  Foto: Roller
Auf dem Rasen ging es nicht nur zwischen Polizei (schwarz) und den Fairplayers (rot) mit vollem Einsatz zur Sache. Foto: Roller
Familiäre Atmosphäre und viele Besucher: Bei strahlendem Sonnenschein in Wilferdingen war das Benefizturnier der Goldstadt-Borussen unter anderem mit Teams von Landratsamt, Bürgermeistern oder Stadt Pforzheim ein Erfolg. Foto: Roller
Familiäre Atmosphäre und viele Besucher: Bei strahlendem Sonnenschein in Wilferdingen war das Benefizturnier der Goldstadt-Borussen unter anderem mit Teams von Landratsamt, Bürgermeistern oder Stadt Pforzheim ein Erfolg. Foto: Roller
29.05.2016

Benefizfußball mit den Goldstadt-Borussen und Behörden-Teams

Remchingen-Wilferdingen. Was passiert, wenn sich sechs Bürgermeister und genauso viele Mitarbeiter des Landratsamts auf dem Fußballplatz begegnen? Sie liefern sich zwölf Minuten lang ein rasantes Duell, bestreiten immer wieder dynamische Zweikämpfe und schießen ein Tor nach dem anderen. Es entsteht ein lebhaftes, aber faires Spiel. So passiert am Samstag auf dem Gelände des FC Alemannia Wilferdingen. Dort hatten die Goldstadt-Borussen zu einem Benefiz-Turnier zugunsten der Organisation „Springmaus“ eingeladen. Und zehn Mannschaften machten mit.

Darunter neben den Rathauschefs und dem Landratsamt auch Teams der Stadt Pforzheim, das Roten Kreuzes in Remchingen und der Ordnungshüter von der Polizei. Sechs Feldspieler hatte jedes Team, die fünf Stunden lang in insgesamt 45 Runden gegeneinander antraten.

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen nahe der 30-Grad-Marke wurde auf zwei Feldern gepasst, gedribbelt und aufs Tor geschossen, was das Zeug hält. So lange, bis der Sieger feststand: Die Beschäftigten der Stadt Pforzheim, gefolgt vom Landratsamt und auf Platz drei die Gastgeber der Goldstadt-Borussen. Die wollten mit dem Benefiz-Turnier mal etwas Neues ausprobieren: „Einfach nur eine Spende zu übergeben, das ist uns zu langweilig“, sagte der Vorsitzende Jermaine Moore. Er und seine Kollegen sind deshalb auf die Idee gekommen, ein Turnier auf die Beine zu stellen mit Mannschaften, die in dieser Form normalerweise nicht gegeneinander antreten. Dabei ging es weniger um sportliche Höchstleistungen, sondern mehr um den Spaß am gemeinsamen Fußballspiel.

Damit alles reibungslos über die Bühne geht, waren 35 Helfer in zwei Schichten im Einsatz. Gespendet wird nicht nur der Reinerlös aus Getränken und Kuchen, sondern auch alle Startgelder. Deren Höhe konnte übrigens jede Mannschaft selbst bestimmen. Außerdem haben die Goldstadt-Borussen im Vorfeld schon intern Geld gesammelt. Auch wenn die endgültige Summe noch nicht genau feststeht, geht man nach ersten Schätzungen von insgesamt rund 1200 Euro aus, die der Organisation „Springmaus“ zugutekommen werden.

„Wie eine Verwandlung“

Diese Organisation finanziert die Arbeit des Krankenhaus-Clowns „Dodo“, der in Wirklichkeit Gert Oettinger heißt und ursprünglich Fachkrankenpfleger gelernt hat. Seit über zehn Jahren ist er im Helios Klinikum in Pforzheim und im Karlsruher Klinikum mit seiner roten Nase, seinen bunten Hosen und seinen Luftballon-Tieren als Krankenhaus-Clown unterwegs. Seine Arbeit finanziert er ausschließlich aus Spenden. „Das macht mich unabhängig“, sagt Oettinger. Schließlich will er sich immer ausreichend Zeit für die Kinder nehmen können und allen zumindest für ein paar Minuten das Gefühl geben, die Krankheit sei weit weg. „Wenn sich die Kinder erst mal auf die Begegnung mit mir einlassen, dann haben sie plötzlich Spaß“, erzählt er, „das ist wie eine Verwandlung.“