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Fasching, Narren, Hexen, Guggenmusik

Die Kindergruppe „Little Hair“ begeisterte bei der Prunksitzung in der Hagenschießhalle. Foto: Fux
Vor dem Spaß der „Chaoten“ und ihrem Thekengespräch waren auch Bürgermeister Mario Weisbrich (rechts) und seine Frau Panja nicht gefeit. Foto: Fux
Erstmals wirbelte Tanzmariechen Annabelle Wagner über die Bühne. Foto: Fux
04.02.2018

Berauschende Hurrassel-Prunksitzung in Wimsheim mit perfekter Showmischung

Wimsheim. Eine Prunksitzung der Superlative stellte der Wimsheimer Carnevalsverein (WCV) Hurrassel auf die Beine. Für den grandiosen Höhepunkt des Abends sorgten die „Chaoten“, die mit rhythmischem Sprechgesang, Körperpercussion und dazu passenden Bewegungen unterschiedliche Berufsbilder genau auf den Punkt und im Takt darstellten und auch optisch witzig präsentierten.

Bildergalerie: Berauschende Hurassel-Prunksitzung in Wimsheim

Mit ihrem Thekengespräch hatten die „Chaoten“ zuvor die Lacher für sich gepachtet. Doch auch tänzerisch bot Hurrassel viel und brachte mit der gelenkigen Annabelle Wagner erstmals ein Tanzmariechen auf die Bühne, das seinem Namen alle Ehre machte. Die zündende Idee dazu hatte Diana Stüber, die mit dem Wunsch, ein Tanzmariechen zu trainieren auf den Verein zukam. Überzeugend, süß und farbenprächtig entführten die „Bambini“ mit tänzerischen Ausschnitten aus „Arielle, die Meerjungfrau“ in die prächtige Unterwasserwelt.

Fetzig, frech und kokett präsentierte sich die Kindergruppe „Little Hair“, der Name war beim Tanz dann Programm. Und auch die Kleine Garde wirbelte gekonnt über die Bretter. Aus der ehemaligen Mittleren Garde wurde in dieser Kampagne die Juniorengarde, die tänzerisch Einiges drauf hat. Zum Hingucker wurde auch die Showtanzgruppe als mobile weibliche Einsatztruppe der Feuerwehr.

Die „Zäpflestrolle“ schufen mit ihrem Hästanz einen optischen Farbtupfer und bewiesen mit einer Pyramide trotz schwerer Holzmasken und Häs akrobatische Fähigkeiten. Jüngster Spross unter der Holzmaske ist Fünftklässler Silas Hummel. Dem Zäpflestroll, insbesondere ihrem Trollball, ist in diesem Jahr auch der Orden gewidmet, der vielen Ehrengästen, darunter auch Bürgermeister Mario Weisbrich, verliehen wurde. Der Rathauschef wappnet sich bereits für den Rathaussturm.

Auf die Schippe genommen

Die Präsidentengarde, die frühere Große Garde, zeigte Bein in neuen Kostümen. Gelungene Bütt- und Wortbeiträge ergänzten das stimmungsvolle Programm, das die Gugge Gaiße aus Kieselbronn lautstark und schmissig einläuteten. Richi Benzinger mimte gekonnt einen Italiener und nahm die „GroKo“ aufs Korn. Kräftig aufs Dach bekamen Martin Schulz und die SPD. „Die Wahl war manipuliert, sonst hätte Schulz nie mehr als eine Stimme bekommen“, frotzelte Richi und sattelte noch einen oben drauf: „Freunde können nicht behaupten, hinter ihm zu stehen, wenn er mit dem Arsch an der Wand ist.“

Gastauftritte hatten Marlen Etzel und Steffen Maurer aus Tiefenbronn. Etzel berichtete von einer wilden Party und nahm den früheren Wimsheimer Präsidenten „Butzele“ auf die Schippe. In die Rolle eines Winzers schlüpfte Steffen Maurer, der gegen den Vorsitzenden des Wimsheimer Männergesangvereins Joachim Kurz austeilte. Bei der Auswahl des Weins für den Hochzeitstag käme es darauf an, ob man diesen feiern oder vergessen wolle. Da beide Büttenredner dem Weißwein – sie gilt als Weißwein-Prinzessin, er als Weißweinprinz – nicht abgeneigt sind, hatte Hurrassel-Präsident Andreas Hummel für beide das entsprechende Glas parat.

Wie man Liebeskummer auch gesanglich verarbeiten kann, bewies die Playbackgruppe des WCV Hurrassel, bevor das Dreigestirn mit allen Akteuren mit dem Wimsheimer Lied das Finale einläutete.