nach oben
Kinder können Opfer von Gewalt werden: zuhause oder auf dem Schulhof. Dann ist es wichtig, dass sich die geschundenen Seelen an eine Vertrauensperson wenden können. Eine Schulsozialarbeiterin kann helfen. Symbolfoto: Pixabay
Kinder können Opfer von Gewalt werden: zuhause oder auf dem Schulhof. Dann ist es wichtig, dass sich die geschundenen Seelen an eine Vertrauensperson wenden können. Eine Schulsozialarbeiterin kann helfen. Symbolfoto: Pixabay
28.11.2018

Bericht von Kelterner Sozialarbeiterin: Zuhause durchgeprügelt und dann in die Schule

Keltern. Der Zwischenbericht einer Schulsozialarbeiterin vor dem Kelterner Gemeinderat offenbart, dass es in der lieblichen Weinbaugemeinde in einigen Familien große Probleme gibt. Allerdings wird ausdrücklich von Einzelfällen gesprochen.

Verena Seyfried stellte ihre Tätigkeit auf der Gemeinderatssitzung im Bürgersaal des Ellmendinger Rathauses vor. Um es vorwegzunehmen: Kinder seien, so die Schulsozialarbeiterin, oftmals ein Spiegelbild ihrer Eltern und wenn es zuhause nicht stimme, bringe der leidgeprüfte Nachwuchs die Probleme mit in den Unterricht. Ob Bedrohungen und Erpressungen, Mobbing oder einzelne Ausraster wie Spuckattacken oder hinterlistig in Handpapier eingewickelte Steine: Ja, es gebe auch in der bürgerlich-beschaulichen Weinbaugemeinde Keltern so manches Problem.

Schulsozialarbeit sei deshalb wichtig, auch wenn man die Dinge in Keltern definitiv nicht mit Pforzheim vergleichen könne. Gleichwohl dürfe man hässliche Dinge nicht ausblenden: Wenn Kinder Störungen aufwiesen, weil sie – und das sei ein realer Fall – zuhause von den Eltern mit dem Gürtel verprügelt würden, sei Hilfe angeraten. Alle könnten sich ihr anvertrauen, da sie einer Schweigepflicht unterliege, betonte die Expertin.

Die 39-jährige Diplompädagogin und Mutter aus Weiler, hatte ihre Tätigkeit zur Jahresmitte aufgenommen. Die 19,5 Stunden pro Woche zumeist an Vormittagen – verteilt auf die Schulstandorte Dietlingen und Ellmendingen – sind für ihre Tätigkeit eher eng bemessen, weshalb der Gemeinderat im Zuge der Haushaltsberatungen eine Aufstockung auf 80 Prozent ins Auge fasst, wie Kämmerer Frank Kern unterstrich.

Mehr lesen Sie am 29. November in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.