nach oben
28.12.2010

Berufsalltag trotz Schneematsch und Eiseskälte

ENZKREIS. Bei Minusgraden und Schneematsch möchte man am liebsten gar nicht vor die Tür. Doch damit für viele Menschen in der Region der Alltag reibungslos funktioniert, erledigen andere ihren Job in Eiseskälte.

Postboten im Enzkreis quälen sich jeden morgen durch Matsch und Schnee. Auf schlecht geräumten Wegen müssen sie aufpassen, nicht auszurutschen. Auch die Gelben Engel vom ADAC kämpfen sich im Dauereinsatz durch verschneite Straßen, um liegen gebliebenen Autofahrern zu helfen. "In dieser Jahreszeit haben wir gefühlte 25 Prozent mehr zu tun“, erklärt der ADAC-Helfer Ingo Trümper.

Auch die Müllabfuhr hat mit den Witterungsverhältnissen zu kämpfen. Besonders unangenehm für die Müllmänner: Bei Schnee und Eis kommen sie mit den großen Wagen kaum durch die Straßen. Schneeberge und parkende Autos auf beiden Seiten sorgen für weitere Behinderungen und stören beim Aufladen der Mülleimer.

Bildergalerie: Jobs im Schnee

Das Landratsamt Enzkreis bittet um Verständnis und etwas Geduld, bis sich die Lage wieder entspannt hat; solange könne es zu Verzögerungen von ein bis zwei Tagen gegenüber dem Abfuhrplan kommen. Abfallberater Reinhard Schmelzer betont, dass alle Tonnen dennoch wie im Abfuhrplan vorgesehen bereitgestellt werden sollen, da sie von unterschiedlichen Fahrzeugen geleert werden. „Lassen Sie die Tonnen stehen, bis sie geleert sind“, sagt Schmelzer. Für die Grünen Tonnen gelte: „Erst wenn die Abfallart ‚flach’ geleert ist, kann die Abfallart ‚rund’ bereitgestellt werden.“

Auf eines weist Schmelzer ebenfalls hin: „Für die Mülltonnen muss notfalls ein Platz am Straßenrand frei geschippt werden“ – denn würden die Tonnen auf die Schneehaufen gestellt, könnten sie kippen; stünden sie auf der Straße, würden sie den Verkehr zusätzlich behindern.