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In der Wilferdinger Straße in Ersingen sollen der Kanal sowie Deck- und Tragschicht saniert werden.  Foto: Roller 

Beschluss über Kanalsanierung: Wilferdingerstraße in Eisingen wird erneuert

Kämpfelbach. Es steht fest: In der Wilferdinger Straße in Ersingen sollen von der Einmündung der Schloßgasse bis zur Gartenstraße sowohl Asphalt als auch Kanal saniert werden. Einen entsprechenden Baubeschluss hat der Gemeinderat nun mit großer Mehrheit bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung gefasst und Bürgermeister Udo Kleiner (parteilos) dazu ermächtigt, ein Ingenieurbüro mit der Ausschreibung zu beauftragen.

Manch einem dürfte das bekannt vorkommen. Was daran liegt, dass das Gremium einen ähnlichen Beschluss im Mai schon einmal gefasst hatte, damals allerdings nur für den Asphalt. Doch dann wurden bei der Befahrung des gemeindeeigenen Abwasserkanals starke Beschädigungen festgestellt die nicht im Inliner-Verfahren, also ohne Aufgraben der Straße, saniert werden können. Damit trat eine neue, vorher nicht absehbare Sachlage ein, die es nötig machte, den bereits gefassten Beschluss wieder aufzuheben. Am Abwassersammler des Verbands liegen keine sanierungsbedürftigen Beschädigungen vor. Damit ist klar, dass sich der Abwasserverband nicht an den anstehenden Kanalsanierungskosten beteiligen muss. Insgesamt rechnet man für die Baumaßnahme mit rund 236 000 Euro, zuzüglich Honorar. Erneuert werden soll neben dem Kanal sowohl die Deck- als auch die Tragschicht.Planer Jörg Baumgärtner empfahl diese Vorgehensweise, weil alles darauf hindeutet, dass der Unterbau nicht ausreichend dimensioniert ist. Die Arbeiten sollen schnellstmöglich öffentlich ausgeschrieben werden. Baubeginn könnte schon im März des kommenden Jahres sein. Abgeschlossen werden soll das Ganze vor den Sommerferien.

Thomas Seyffarth (SPD) bat darum, den Faschingsumzug bei der Planung der Bauzeit zu berücksichtigen. Christine Fischer (MuM) beklagte erneut, Fußgänger seien bei der Planung nicht berücksichtigt worden.Bürgermeister Kleiner wies darauf hin, dass der Gemeinderat bereits im Mai über die Maßnahme beschlossen habe und schon damals das von Fischer Geforderte nicht Teil des Beschlusses gewesen sei.