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11.09.2015

Beschuldigter Betrüger muss in den Knast

Schömberg/Calw. Am Ende war es einfach zu viel, um die Delikte noch mit einer Bewährungsstrafe zu ahnden. Deshalb schickte das Strafgericht einen 41-Jährigen für elf Monate ins Gefängnis. „In das Urteil flossen Vorverurteilungen ein, deren Bewährungszeit noch läuft“, erläuterte die Vorsitzende Richterin Stefanie Siewert-Schatz. Zur Anklage brachte der Referendar der Staatsanwaltschaft, Stefan Mezger, drei unterschiedliche Vergehen aus jüngerer Zeit. Allen voran den Vorwurf der Untreue des Beschuldigten gegenüber seiner Großtante. Der Mann soll sich mit einer Bankvollmacht am Konto der Seniorin bedient haben.

„Mir ist alles über den Kopf gewachsen“, räumte der Beschuldigte ein. Der zweite Anklagepunkt bezog sich auf Diebstähle, die er als Mitarbeiter einer Security-Firma im Landratsamt Calw beging. Im November hatte er vor allem der Feuerwehr des Landkreises geschadet, indem er an verschiedenen Tagen zunächst Ehrenabzeichen stahl, zweimal in die Kasse der Kreisjugendfeuerwehr griff, eine Speicherkarte aus einer Kamera stahl und sich auch im Hausmeisterzimmer Geld nahm. „Ich war einen Moment unachtsam, als ich die Lüftung umstellte“, erklärte der Angeklagte ferner zu einem von ihm verursachten Unfall im Januar. In den Abendstunden hatte er bei Schneefall am Zebrastreifen auf der Lindenstraße in Schömberg einen 69-jährigen Fußgänger angefahren. Dieser erlitt einen Beckenbruch.