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Der Ärger über Hundekot kocht wieder hoch.
Der Ärger über Hundekot kocht wieder hoch. © Symbolbild: dpa
10.03.2011

Beschwerden über Hundekot häufen sich

ENZKREIS. Kaum sind die Wiesen wieder grün und in den Vorgärten blühen die ersten Krokusse, geht er wieder los: Der Ärger über Hundehaufen zwischen den zart sprießenden Blumen oder auf den Futterwiesen der Bauern.Vielen Menschen stinkt es gewaltig, dass sich manche Hundehalter einfach nicht an die Regeln halten.

Sie kümmern sich schlicht nicht darum, wo ihre Vierbeiner ihr Geschäft verrichten – und kommen schon gar nicht auf die Idee, die dampfende Hinterlassenschaft zu entsorgen. In Wimsheim haben Bürger jetzt sogar in der Gemeinderatssitzung ihrem Ärger Luft gemacht.

„Aber leider werden unachtsame Hundehalter sehr selten erwischt“, meint Hauptamtsleiter Reinhold Müller. Die Gemeinde könne nur Hinweise geben und an die Hundebesitzer appellieren, die eigens aufgestellten Hunde-Stationen zu benutzen. Viele Hundehalter würden dieses Angebot auch in Anspruch nehmen, so Müller. „Aber etliche achten nicht darauf.“ Und so kommt es im Rathaus vermehrt zu Beschwerden. Auch die Landwirte ärgern sich über die Hundehaufen in ihren Grünlandwiesen, wie der Enzkreis-Bauernverband in einer Pressemitteilung betont. „Fakt ist leider, dass durch Hundekot Erntegut vom Geruch und Geschmack her so verunreinigt wird, dass Rinder, Kühe und Schafe dieses Futter verschmähen und liegen lassen.“ Das bestätigt Thomas Kaucher, der in Stein einen Bauernhof mit 40 Milchkühen und 40 Jungtieren betreibt. Gerade jetzt, wo die Vegetationszeit wieder starte, sollten die Hundehalter aufmerksamer sein, meint er. Evelyn Rath, die Vorsitzende des Friolzheimer Hundevereins „Wau-Wau“, weist in ihren Schulungen immer darauf hin, zum Gassi-Gehen eine Tüte mitzunehmen. „Wenn sich jeder daran halten würde, dann würde sicher auch die Hundesteuer sinken.“