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Ins Alkoholtestgerät mussten in Remchingen zwei Polen blasen. Der eine war im Suff in den Graben gefahren, der andere war mit dem Radlader zu Hilfe geeilt. Beide mussten danach den Führerschein abgeben.
Ins Alkoholtestgerät mussten in Remchingen zwei Polen blasen. Der eine war im Suff in den Graben gefahren, der andere war mit dem Radlader zu Hilfe geeilt. Beide mussten danach den Führerschein abgeben. © Symbolbild: dpa
20.05.2013

Besoffener leistet blauem Kumpel mit Radlader Unfallhilfe

Remchingen. Unter Arbeitskollegen hilft man sich schon mal. Ehrensache. Ein Problem ist das nur, wenn alle Beteiligten blau sind und ein Polizist in Zivil in der Nähe ist. Da endet dann eine Hilfeleistung nach einem kleinen Ausrutscher in den Graben und einem Ausflug mit einem Radlader schnell mit dem Verlust von Führerscheinen, wie zwei Polen am Pfingstsonntag in Remchingen feststellen mussten.

Zunächst fuhr ein 37-jähriger Pole, der mit seinem Renault von Wilferdingen nach Pforzheim auf der Hauptstraße in Wilferdingen unterwegs war, aufgrund seiner Alkoholisierung an der Einmündung B10/Landesstraße 339 in einen Graben. Danach entfernte er sich zu Fuß von der Unfallstelle und verständigte einen 32-jährigen polnischen Arbeitskollegen, der ihm helfen sollte, seinen Renault aus dem Graben zu ziehen.

Das ganze Szenario wurde von einem Angehörigen der Polizei, der privat unterwegs war, beobachtet. Der Zeuge hatte das Polizeirevier Neuenbürg verständigt und den 37-Jährigen angesprochen. Er blieb bei ihm, bis die Kollegen eintrafen.

Währenddessen hatte sich der 32-jährige Arbeitskollege mit einem Radlader des gemeinsamen Arbeitgebers auf den Weg gemacht, um den Renault des 37-Jährigen aus dem Straßengraben zu ziehen. Nachdem er den Renault wieder auf die Straße gezogen hatte, wurde er von der Polizei kontrolliert. Es stellte sich heraus, dass er mit 2,34 Promille im Radlader durch den öffentlichen Straßenverkehr gerollt war. Sein 37-jähriger Kollege, der zuvor in den Graben gefahren war, hatte einen Alkoholspiegel von 1,76 Promille.

Den beiden Männern wurde in einem Krankenhaus eine Blutprobe entnommen. Ihre Führerscheine mussten sie abgeben und eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Um den Renault und den Radlader mussten sich dann andere – nüchterne – Fahrer kümmern. pol/tok

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