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Schnell und konzentriert: Einmal pro Woche kommt Ralf Esslinger in die Grundschule Gräfenhausen, um mit den Schüler aller vier Klassen (hier: Mirjam, links, und Lise, beide 10 Jahre) das Becherstapeln zu trainieren. Foto: Molnar
Schnell und konzentriert: Einmal pro Woche kommt Ralf Esslinger in die Grundschule Gräfenhausen, um mit den Schüler aller vier Klassen (hier: Mirjam, links, und Lise, beide 10 Jahre) das Becherstapeln zu trainieren. Foto: Molnar
27.07.2017

Besser lernen durchs Becherstapeln

Birkenfeld-Gräfenhausen. Ralf Esslinger trainiert mit Schülern in Gräfenhausen das sportliche Becherstapeln. Fünf Minuten „Sport Stacking“ soll die Konzentration fördern.

Kaum laufen die Stoppuhren, schon beginnen die Schüler zu stapeln. Von links nach rechts bauen sie drei Mal drei Becher aufeinander und wieder ab. Und gleich von vorne: Fünf Mal hintereinander türmen die Viertklässler neun bis zwölf Becher zu kleinen Pyramiden. Denn wenn sie gut sind, bauen sie Dreier-, Sechser- und sogar Zehnertürme in möglichst kurzer Zeit. „Sport Stacking“ (Sportstapeln) nennt sich dieser Trendsport, der die Konzentration, Auge-Hand-Koordination und Reaktionsgeschwindigkeit nach wissenschaftlichen Erkenntnissen um 30 bis 40 Prozent fördert. „Das ist wie ein Neustart, man drückt mit den Bechern einen Reset-Knopf und ist ganz bei sich“, erklärt der Pädagoge, Ballonkünstler und Becherstapler Ralf Esslinger aus Birkenfeld, der den Sport zur Lernförderung in der Grundschule Gräfenhausen eingeführt hat.

Fünf Minuten vorm Matheunterricht reichten aus, um Ruhe in die Klasse zu bringen und die Aufmerksamkeit der Schüler zu erhöhen. Das sagt auch Klassenlehrerin Adrianna Hauf: „Wenn einer müde ist, kommt er wieder in die Gänge.“ Nur positive Erfahrungen habe sie gemacht, seit Esslinger das Projekt vor zwei Jahren initiierte.

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