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Glück gehabt: Der Mann, der in Bretten mit einer Softairwaffe herumlief, konnte die Polizisten schnell von der Harmlosigkeit seiner Waffe überzeugen. Es gab wegen der täuschend echten Waffon schon tödlich endende Schusswechsel.
Glück gehabt: Der Mann, der in Bretten mit einer Softairwaffe herumlief, konnte die Polizisten schnell von der Harmlosigkeit seiner Waffe überzeugen. Es gab wegen der täuschend echten Waffon schon tödlich endende Schusswechsel. © Symbolbild: Picture Alliance
21.07.2014

Bewaffneter Mann mitten in Bretten sorgt für Polizei-Großeinsatz

Bretten. Aufregung in Bretten: Am Montagmorgen sind mehrere Polizisten in die Fußgängerzone gerufen worden, wo sich ein Mann mit einer Waffe aufgehalten hat. Wie sich später herausstellte, handelte es sich dabei nur um eine Softair-Waffe. Die sehen so täuschend echt aus, dass es deshalb in Deutschland schon einen tödlichen Schusswechsel gab. In Pforzheim lösten diese Waffen im Januar 2011 einen Großeinsatz der Polizei aus.

Mehrere Beamte wurden um 10.15 Uhr in die Brettener Fußgängerzone gerufen, da ein 40-jähriger Mann eine Waffe offen mit sich trug. Die Polizisten nahmen den Verdächtigen fest, konnten aber kurz darauf Entwarnung geben, da es sich bei der Waffe nur um eine Softair-Pistole handelte.

Solche Waffen haben eine Bewegungsenergie unter 0,5 Joule. Aus ihrem Lauf kommen kleine Plastikkugeln. Für ihren Erwerb ist keine Erlaubnis erforderlich, weshalb viele Jugendliche, teilweise sogar Kinder, im Besitz einer solchen Waffe sind.

Mit der Verwendung dieser Spielzeug-Waffen ist nicht zu scherzen. Immer wieder werden Personen leicht verletzt. In Karlsruhe erlitten zwei junge Frauen im Juli 2013 mehrere Prellungen, als sie von einem Mann aus einem vorbei fahrenden Fahrzeug mit einer Softair-Pistole abgeschossen wurden. Ein 14-Jähriger zielte im April 2014 in Karlsruhe-Durlach auf einen Fahrradfahrer, der am Bein verletzt wurde. Rote Flecken erlitt eine Zehnjährige, die von einem zwei Jahre älteren Jungen in Weinstadt angeschossen wurde.

Auch die Polizei Pforzheim machte schon Erfahrungen mit den Spielzeug-Pistolen. Im Januar 2011 kamen sieben Streifenwagen der Polizeireviere Pforzheim, Neuenbürg und Mühlacker zum Einsatz, da sich anscheinend vier Maskierte mit Maschinengewehren bewaffnet im Pforzheimer Sparkassenparkhaus aufgehalten haben. Wie sich später heraus stellte, handelte es sich nur um Softair-Pistolen.

Gerade wegen solcher Missverständnisse ist, laut Polizei, die Verwendung von Softair-Waffen in der Öffentlichkeit nicht gestattet.