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Peter Schäfer, Abteilungsleiter Landwirtschaft und Naturschutz, am Stand der Familie Schäberle aus Gäufelden-Öschelbronn  Landratsamt Calw
Peter Schäfer, Abteilungsleiter Landwirtschaft und Naturschutz, am Stand der Familie Schäberle aus Gäufelden-Öschelbronn Landratsamt Calw
07.06.2019

Bewusst besorgen statt entsorgen

Der zehnte Bauernmarkt am Landratsamt mit dem Schwerpunktthema „Lebensmittelverschwendung – ohne mich“ stieß auf reges Interesse. Auf Einladung der Abteilung Landwirtschaft und Naturschutz stellten fünf landwirtschaftliche Betriebe aus der Region sich und ihre Produkte über die Mittagszeit vor. Sie sind Mitglieder des Bauernmarktvereins Nordschwarzwald/Gäu, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Die Direktvermarkter boten frische Produkte aus eigener Herstellung an, deren Erzeugung transparent und nachvollziehbar ist.

Eine große Vielfalt an leckerem Käse präsentierte Familie Klußmann aus Altensteig. Reißenden Absatz fanden die frischen Backwaren von Familie Kübler aus Breitenberg. Für das herzhafte Bauernbrot hatte Familie Küblers Arbeitstag bereits um zwei Uhr in der Nacht begonnen. Uwe Gorjup aus Bad Liebenzell-Beinberg brachte aus seinem Biobetrieb Eier, Wurstwaren und Säfte mit. Im Hofladen der Familie Gorjup können freitags und samstags noch weitere eigene Erzeugnisse von hoher Qualität erstanden werden. Fritz Kalmbach aus Spielberg präsentierte seine feinen, prämierten Destillate, die er teilweise aus alten Obstsorten gewinnt und damit zu deren Erhalt beiträgt. Obst, Fruchtaufstriche und Secco boten Familie Schäberle aus Gäufelden-Öschelbronn an. Schmackhafter Honig von Christoph Schöller aus Altensteig rundete das Angebot ab.

Die freie Ernährungsreferentin Elisabeth Dürr, Hauswirtschaftsmeisterin aus Gechingen, informierte zur richtigen Lagerung von Lebensmitteln und dazu, wie man aus älterem Gemüse leckere und gesunde Gerichte zaubert.

Dass Lebensmittel nicht im Mülleimer landen, liegt auch den Erzeugern am Herzen. Jesko Klußmann bietet Lammfleisch an, Uwe Gorjup Bio-Rindfleisch. Beide könnten zeitweise größere Mengen verkaufen, wollen aber lieber die geschlachteten Tiere komplett unter die Kunden bringen, als eine Überproduktion zu schaffen, die dann weggeworfen werden muss. cw