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01.05.2016

Bezahlbarer Wohnraum im Kreis Calw knapp

Kreis Calw. „Im Landkreis Calw fehlt bezahlbarer Wohnraum“, sagte Landrat Helmut Riegger bei einem Treffen mit Bürgermeistern, Bauträgern und -finanzierer sowie Kreisräte und Interessenvertreter. „Die Bundesregierung habe das Problem zwar erkannt, konkret sind dabei aber noch keine Steuererleichterungen oder das Absenken von Baustandards herausgekommen“, so Riegger.

Eine mögliche Lösung skizzierten Hans Neuweiler, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Pforzheim Calw, und Jürgen Katz, Geschäftsführer der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung: Die Kommunen stellen Grundstücke, die Sparkasse übernehme die Finanzierung, während die Kommunalentwicklung zusammen mit Bauunternehmen für die bauliche Umsetzung verantwortlich sei.

Zeit gilt es bei dieser Aufgabe keine zu verlieren, die Prognosen für den Landkreis Calw lassen noch für Jahre auf eine weitere Bevölkerungszunahme schließen. „Durch die Flüchtlinge wird sich der Mehrbedarf nach preisgünstigem Wohnraum in den nächsten Jahren drastisch erhöhen“, stellte Sigrid Feßler, Verbandsdirektorin und Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Verbands baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen klar.

Schnellere Genehmigungen

Zahlreiche Lösungsansätze wurden identifiziert und diskutiert. Dazu gehörten eine bessere und frühzeitigere Absprache zwischen Kommunen und Wohnungsunternehmen, die Beschleunigung von Baugenehmigungsverfahren, die Absenkung von Standards sowie eine besser ausgestattete Wohnraumförderung bzw. steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten. Neben der Neuschaffung von Wohnraum wurde die Reaktivierung von derzeit ungenutztem Wohnraum als weitere zentrale Maßnahme benannt. pm