nach oben
Mit Tempo 235 war ein Biker auf der B294 in eine Lasergeschwindigkeitsmessung der Calwer Polizei gerast. Danach lieferte er sich - vergeblich - eine Verfolgungsjagd mit der Polizei.
Mit Tempo 235 war ein Biker auf der B294 in eine Lasergeschwindigkeitsmessung der Calwer Polizei gerast. Danach lieferte er sich - vergeblich - eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. © Symbolbild: dpa
19.04.2013

Biker im Tiefflug: Mit Tempo 235 in Laserfalle gerast

Wahnsinn! Auf der B294 zwischen Enzklösterle und Simmersfeld ist ein Motorradfahrer mit 235 Stundenkilometern an einer Polizeikontrolle vorbeigerast. Dabei hatte er noch versucht, seinen Tiefflug abzubremsen, weshalb er auf dem Vorderrad balancierend an den staunenden Polizisten vorbeischlingerte. Doch damit hatte der Irrsinn noch kein Ende.

Die beiden Beamten der Verkehrspolizei Calw trauten wohl am Donnerstag um 17.15 Uhr auf der B294 ihren Augen nicht so recht. Sie führten auf Höhe des Windparks kurz nach dem Simmersfelder Kreuz eine Lasergeschwindigkeitsmessung durch, als sie einen Motorradfahrer feststellten, der mit Tempo 235 über den Asphalt düste. Da der Fahrer die Polizei erkannte, versuchte er, noch abzubremsen. Bei dieser hohen Geschwindigkeit gelang ihm das nur bedingt, so dass er nur noch auf dem Vorderrad balancierend an der Polizei vorbeifuhr.

Ein Versuch der Polizisten, den Raser aufzuhalten, schlug fehl. Rund 100 Meter nach der Kontrollstelle brachte der Mann sein Bike zum Stehen und machte Anstalten, zurückzufahren. Dann überlegte er es sich offenbar anders, wendete seine Maschine und raste in Richtung Besenfeld davon. Die Polizeibeamten lieferten sich nun mit Blaulicht und Martinshorn eine wilde Verfolgungsfahrt mit dem Flüchtenden.

Diese endete schließlich in Schwarzenberg im Landkreis Freudenstadt nach rund zehn Minuten damit, dass die Bremsen am Dienstfahrzeug qualmten und sich der Motorradfahrer dann doch von der Polizei stoppen ließ.

Den 31-jährigen Suzuki-Fahrer aus Duisburg erwarten nun ein mindestens dreimonatiges Fahrverbot, vier Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister und ein beträchtliches Bußgeld. Wenn die gemessene Geschwindigkeit doppelt so hoch ist, wie erlaubt, dann geht die Bußgeldbehörde in der Regel von einer vorsätzlichen Tat aus und verdoppelt somit auch das Bußgeld. Vielleicht überlegt sich der Biker ja auch, was passiert wäre, wenn sein Balanceakt beim Bremsen nicht so glimpflich ausgegangen wäre oder ein Fahrfehler seine wilde Flucht schmerzhaft gestoppt hätte.

Leserkommentare (0)