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08.11.2009

Bilderbuchstart in eine neue Ära

REMCHINGEN. Mit einem Traumergebnis und einem Traumempfang wurde gestern Abend eine neue Remchinger Bürgermeister-Ära eingeleitet: Mit 68,7 Prozent der gültigen Stimmen setzte sich Luca Wilhelm Prayon souverän durch.

Begeisterter Jubel brandete in der dicht gefüllten Remchinger Kulturhalle auf, als Amtsinhaber Wolfgang Oechsle Punkt 19 Uhr das Ergebnis verkündete. Der Musikverein Remchingen untermalte das Ereignis. Die spannende Dramaturgie, jedes der sieben Stimmbezirk-Ergebnisse einzeln per Beamer an die Wand zu werfen, verfehlte etwas die Wirkung: Denn schon zuvor war durchgesickert, dass Luca Wilhelm Prayon schon im ersten Wahlgang spielend die Hürde von mehr als 50 Prozent Zustimmung übersprungen hatte.

Prayon überall ungefährdet

Der parlamentarische Berater der CDU-Landtagsfraktion hatte sich in keinem Wahllokal ernsthafter Konkurrenz zu erwehren – und das trotz dreier Mitbewerber um den Chefsessel. In den Stimmbezirken Alte Kirche Wilferdingen (72,5 Prozent), Singen Bergschule (71,4 Prozent) und Kindergarten Niemandsberg (71,1 Prozent) überbot der 34-jährige Jurist sogar die 70-Prozent-Marke. Selbst in Darmsbach konnte er mit 55,8 Prozent Zustimmung Diplom-Finanzwirt (FH) Markus Wildenmann (40) aus Birkenfeld-Obernhausen klar distanzieren, obwohl dieser lange Zeit in Darmsbach lebte. Wildenmann wurde auch insgesamt Zweiter mit 16,8 Prozent, vor der Eisinger Vermögensberaterin Elke Nothacker-Kübler (39) mit 7,9 Prozent und Diplom-Verwaltungswirt-Polizei (FH) Oliver Dominic Friedel (30) aus Remchingen-Singen mit 6,3 Prozent. 19 Mal wurden andere Personen gewählt (0,4 Prozent), darunter Schultes Oechsle, und 28 Stimmen waren ungültig. Die Wahlbeteiligung betrug 57 Prozent. „Ich habe mich vom ersten Tag an in Remchingen heimisch gefühlt“, bekannte der überwältigte Prayon. Gegenüber der PZ sagte er: „Ich hatte nicht mit einem Sieg im ersten Wahlgang gerechnet.“ Amtsinhaber Oechsle bescheinigte den Remchingern: „Sie haben eine gute Wahl getroffen. Ich habe das Ergebnis so erwartet. Das war ein würdiger Anfang.“