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Bereiten Dieter Augenstein (Mitte) einen schönen vhs-Abschied (von rechts): Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger, Manfred und Uta Bartsch sowie der Geschäftsführer der vhs-Pforzheim-Enzkreis Jürgen Will. Foto: Ossmann

Bilderreisen werden mehr auf den Ort gemünzt

Keltern-Ellmendingen. Mit dem Ende einer Bilderreise durch das Piemont ging am Donnerstagabend im Ellmendinger Bürgersaal auch eine Ära zu Ende. Über ein halbes Jahrhundert gab es in der Außenstelle Keltern der Volkshochschule (vhs) mindestens einmal im Monat fotografische Reisen und Berichte von verschiedenen Referenten. Bei besonderen Vorträgen füllten sogar bis zu 140 Personen den Saal. Das geht auf das Engagement des 61-jährigen Ellmendinger Hobbyfotografen und Heimatliebhabers Dieter Augenstein zurück.

Vor zehn Jahren hatte er das Amt vom zwischenzeitlich verstorbenen Hans Müller, der 40 Jahre lange die Vorträge geleitet hat, übernommen. Dabei hat er mit insgesamt 127 organisierten Bilderschauen fast 6.000 Besucher beeindruckt. Nun will der Ellmendinger mehr die örtlichen Vereine, Fernreisenden und Bürger mit ihren interessanten Bildern und Erlebnissen ins Boot holen. Künftig finden die Vorträge dann nicht mehr unter der Regie der Volkshochschule, sondern der örtlichen Vereine mit thematischem Bezug zu diesen sowie zu Ellmendigen statt.

Eine Tatsache, die auch für Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger, der zugleich Schirmherr der vhs-Außenstelle Keltern ist, einen gewissen Charme hat. Er bedankte sich bei Augenstein für sein langjähriges und auch künftiges Engagement und unterstrich, dass die Vorträge im Ellmendinger Bürgersaal zwischenzeitlich einen Ruf weit über die Gemeindegrenzen hinaus genießen und die Multivisionsschauen zu einem Aushängeschild für die Gemeinde geworden seien.

Auch der Geschäftsführer der vhs Pforzheim-Enzkreis, Jürgen Will, der zur Verabschiedung nach Ellmendingen gekommen war, war einerseits erfreut über die gute Resonanz der Angebote in Keltern, andererseits bedauerte er aber den Veränderungswunsch von Augenstein. Er betonte, dass das nicht heißen soll, dass es keine vhs-Bilderschauen in Keltern mehr geben werde, aber aktuell habe man noch keinen Nachfolger für Augenstein gefunden, der für die vhs arbeiten wird.