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Nach der Innensanierung soll auch die Rathaus-Fassade herausgeputzt werden.  Manfred Schottt
Nach der Innensanierung soll auch die Rathaus-Fassade herausgeputzt werden. Manfred Schottt
14.11.2017

Bilfinger Rathaus: Millionen fließen in Sanierung

Das Bilfinger Rathaus wird innen grundlegend saniert. Der Gemeinderat beauftragte jetzt einstimmig die Verwaltung mit der Umsetzung der von Architekt Frank Morlock vorgestellten Planung. Seine Gesamtkostenschätzung beläuft sich auf rund 1,2 Millionen Euro.

Der Gebäudekomplex umfasst praktisch zwei Gebäudeteile. Der hintere Teil besteht aus je einem Schulsaal im Erd- und im Obergeschoß mit eigenem Treppenhaus. Im denkmalgeschützten Rathausbau ist im Erdgeschoss in beengten Verhältnissen ein Teil der Kämpfelbacher Gemeindeverwaltung untergebracht. Das Obergeschoß beherbergte die ehemalige Lehrerwohnung, die seit dem ersten Anlauf für eine Rathaussanierung vor etwa 15 Jahren leer steht. Im Dachgeschoss sind einfach gehaltene Wohnräume vorhanden.

Neubau vom Tisch

Mit Blick auf die beengten Verhältnissen in den Rathäusern Ersingen und Bilfingen hält es Bürgermeister Udo Kleiner für sinnvoll, die Lehrerwohnung für Büroräume zu nutzen. Damit wäre auch ein eventueller Rathausneubau vom Tisch. Der Gemeinderat hatte schon signalisiert, dass die Räume im Dachgeschoss modernisiert und dann zunächst für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen genutzt werden. Dazu muss nach der Planung von Architekt Morlock ein neuer Zugang über das Schultreppenhaus geschaffen werden. Auch müssen Wände versetzt sowie zwei Bäder und WCs, Küche mit Aufenthaltsraum und drei Schlafräume eingebaut werden. Ansonsten ist praktisch alles im Wohnbereich zu erneuern. Bis zu zehn Personen finden in der neuen Wohnung Platz. Rund 260 000 Euro Baukosten sind dafür veranschlagt.

Die neuen Büroräume im Erd- und 1. Obergeschoss benötigen auch einiges am Umbauten. Um behindertengerecht in die Büroräume des Erdgeschosses zu kommen, gibt es nur die Möglichkeit, eine Metallgitterrampe zu bauen. 550 000 Euro erfordert die Rathausneugestaltung. Der dritte Sanierungsposten läuft unter der Bezeichnung „allgemeine Maßnahmen am Gebäude“. Dafür und für die Baunebenkosten sind nochmals 420 000 Euro veranschlagt.

Wie Bürgermeister Kleiner, erläutert ist dies das letzte Projekt, das im Rahmen der Bilfinger Ortskernsanierung mit 60 Prozent der anrechnungsfähigen Kosten vom Land gefördert wird. Voraussetzung ist allerdings auch, dass diese Baumaßnahme im Jahr 2019 abgerechnet werden kann.