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Freuen sich über das Naturkleinod (von links): Bürgermeister Mario Weisbrich, Landratsvize Wolfgang Herz und Sparkassen-Filialdirektor Rainer Hergarten. Foto: Fux
Freuen sich über das Naturkleinod (von links): Bürgermeister Mario Weisbrich, Landratsvize Wolfgang Herz und Sparkassen-Filialdirektor Rainer Hergarten. Foto: Fux
26.07.2015

Biotop im Wimsheimer Wald erfüllt gleich mehrere Funktionen

Einen großen Bahnhof gab es zur Einweihung des Biotops in Wimsheim an der ehemaligen Saatschule mitten im Wald. Landratsvize Wolfgang Herz kam im hellgrünen Jackett, kombiniert mit hohen dunkelgrünen Dienst-Gummistiefeln vorbei. Doch der Wettergott ließ bis auf einen kurzen Schauer Gnade walten, so dass dem Wasser im Biotop nachgeholfen werden musste.

Einige kamen zur Einweihung des Naturlebensraums mit dem Rad, andere marschierten zu Fuß, darunter auch Gemeinderäte, oder sie nutzten den Shuttle der Feuerwehr. Der Forst war durch Enzkreis-Forstamtsleiter Frieder Kurtz und Revierleiter Rolf Müller vertreten, aber auch beteiligte Handwerker und Vertreter von Naturschutzverbänden kamen zur Eröffnung des Wimsheimer Kleinods.

Auf der Fläche, die ursprünglich der Aufzucht von Sämlingen für den Gemeindewald diente, entstand nun in Anlehnung an weitere Feuchtbiotope ein Mehrfachbiotop auf rund 1000 Quadratmeter Fläche. Die zündende Idee, an der alten Saatschule ein Bürgerbiotop anzulegen, hatte die Freie Wählervereinigung Wimsheim gemeinsam mit den Bürgern für Wimsheim. Entstanden sind nun ein Himmelsteich, eine Schmetterlingsblühwiese und eine Abbruchkante für Wildbienen samt Steinriegel.

Sitzbankdielen, gespendet von Kämmerer Anton Dekreon, laden zum Verweilen vor dem kühlen Nass ein. Das Holz stammte aus dem Gemeindewald, von der Eiche der Mähderbrücke.

Das Biotop entstand in Kooperation mit dem Landratsamt Enzkreis, denn es wurde eine Förderung nach dem „111-Arten Korb“ bewilligt, die die Unterstützung der Sparkasse Pforzheim Calw mit einem Zuschuss in Höhe von 8000 Euro ermöglichte.

Für die Grundschüler entsteht mit dem Biotop ein grünes Klassenzimmer, das der Umweltbildung dienen soll, darunter sind Projekte wie der Aufbau eines Insektenhotels oder der Bau von Nistkästen.

„Durch die Anbindung an das Wegenetz und die Einbindung der Naturschutzverbände soll das Biotop durch Anschauungsmöglichkeiten der Umweltbildung dienen. Denn nur das, was man kennt, ist man auch bereit zu schützen“, so Bürgermeister Mario Weisbrich. Der Startpunkt für die Biotopentwicklung sei gesetzt. Nun werde es spannend sein zu erleben, wie sich der Standort entwickelt, so Wimsheims Rathauschef.

„Der Kreis hat schöne Projekte zusammen mit Gemeinden und der Unterstützung der Sparkasse machen können. Dies ist nun der Schlussstein der Projektreihe, ein Feuchtbiotop, das besonders gelungen ist“, lobte der Landratsvize Wolfgang Herz.

„Es freut mich, dass die Errichtung dieses Biotops realisiert werden konnte. Mit der Unterstützung und Förderung zeigt sich einmal mehr, dass die Sparkasse Pforzheim Calw ihrer Nachhaltigkeit in der Region gerecht wird“, sagte Filialdirektor Rainer Hergarten und wünschte dem Biotop „guten Bewuchs und Zuwanderung jedes möglichen Getiers“.