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Eine bequeme Einkaufsmöglichkeit vor allem für ältere Kunden war bisher der Rewe-Markt gegenüber der evangelischen Kirche in Birkenfeld. Zum Monatsende schließt das Geschäft. Was danach mit den Räumlichkeiten geschieht, ist bislang noch offen. Foto: Hepfer
Eine bequeme Einkaufsmöglichkeit vor allem für ältere Kunden war bisher der Rewe-Markt gegenüber der evangelischen Kirche in Birkenfeld. Zum Monatsende schließt das Geschäft. Was danach mit den Räumlichkeiten geschieht, ist bislang noch offen. Foto: Hepfer
16.07.2015

Birkenfeld: Rewe schließt – Konkurrenz zeigt Interesse

Er liegt zentral in der Ortsmitte und ist vor allem für ältere Menschen, die in der Nähe wohnen, bequem zu Fuß erreichbar. Trotz dieses Komforts für die einkaufende Bevölkerung stand der Rewe-Markt in der Birkenfelder Kirchgartenstraße gegenüber der evangelischen Kirche schon öfter zur Disposition. Nun ist es Fakt: Das Lebensmittelgeschäft schließt zum 31. Juli.

Der Markt sei nicht mehr rentabel zu betreiben. Die Mitarbeiter würden in andere Filialen übernommen, heißt es in einer knappen Pressemitteilung der Rewe-Gruppe. Doch, was geschieht nach dem Auszug mit den Räumlichkeiten? Dem Birkenfelder Bürgermeister Martin Steiner wäre es am liebsten, wenn so rasch wie möglich ein Nachfolger gefunden werden könnte, damit durch einen Leerstand im Ortskern kein Vakuum entsteht. „Die Schließung ist bedauerlich, speziell für ältere Leute“, sagt Steiner. So denkt auch ein Großteil der Kundschaft. „Ich wohne gleich um die Ecke im Kirchweg und bin nicht mehr allzu gut auf den Beinen. Hoffentlich geht es hier irgendwie weiter“, sagt ein 75-jähriger Rentner. „Weil das Geschäft sehr zentral liegt, kann ich gleich noch zum Metzger, zur Post oder auf die Bank gehen und spare mir die Rumrennerei“, betont eine 86-jährige Birkenfelderin. Aber auch die jüngeren Kunden wissen die kurzen Wege zu schätzen. „Ich kann hier schnell noch mal vorbei, wenn ich etwas vergessen habe“, meint eine Frau mit schwerer Einkaufstasche. „Wenn für den Markt aber kein Ersatz gefunden wird, ist zu befürchten, dass gerade die älteren Leute vielleicht sogar auf den Bus umsteigen müssen.“

Soweit will es der Bürgermeister freilich nicht kommen lassen. Deshalb hat Martin Steiner seine Fühler ausgestreckt und beim Birkenfelder Mitbewerber im Edeka-Markt von Frank Berger an der Gräfenhäuser Straße angefragt, ob dieser die Räumlichkeiten nicht übernehmen könne. Der Unternehmer ist zwar nicht abgeneigt, will den Markt aber nur unter gewissen Voraussetzungen übernehmen. „Das Platzangebot ist mit 550 Quadratmetern Verkaufsfläche knapp bemessen. Da ist es aus betriebswirtschaftlicher Sicht schwierig, genügend Umsatz zu machen“, weiß Berger. Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.