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Das Wahlergebnis hat bei Familie Steiner nicht nur einen glücklich gemacht. Fotos: Ketterl
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Die Wächter des kalten Büfetts: Steiners Amtskollegen Heiko Genthner, Helge Viehweg, Peter Boch, Steffen Bochinger, Horst Martin, Landrat Bastian Rosenau, Landtagsabgeordneter Hans-Ulrich Rülke, Thomas Keller und Thomas Zeilmeier (von links).

Birkenfelder Bürgermeisterwahl: Die besten Geschichten von der Wahlparty

Birkenfeld. Bei einem kleinen Stehempfang wurde am Sonntagabend Martin Steiners Wiederwahl als Birkenfelder Bürgermeister gefeiert. Rund 80 Interessierte waren gekommen – und die PZ hat die besten Geschichten von der Wahlparty

Viele freuten sich mit Steiner über dessen Wiederwahl – aber wohl kaum einer so wie sein achtjähriger Sohn Frederik. „Man will seine Kinder ja zu Demokraten erziehen“, sagt Steiner. Deshalb führe er zuhause auch öfter politische Gespräche mit ihnen. In diesem Rahmen habe sein älterer Sohn Louis (10) gefragt, was passiere, wenn Papa nicht wiedergewählt würde. Steiners Antwort: „Dann wäre ich wohl erst mal längere Zeit zu Hause.“ Sein jüngerer Sohn habe sich darauf zum Fenster umgewandt, flehentlich die Hände zum Himmel erhoben und gesagt: „Lieber Gott, mach, dass er gewählt wird.“

96,1 Prozent der gültigen Stimmen (2523) konnte Steiner auf sich vereinen. Ob diese Rechnung nicht ein wenig Augenwischerei sei, wollte ein PZ-Leser am Montag wissen, denn von den abgegebenen Stimmen (2808) seien das ja nur 89,8 Prozent. Laut Kommunalaufsicht des Enzkreises ist dies im baden-württembergischen Kommunalwahlgesetz geregelt. Die Wahlbeteiligung (32,8 Prozent) beziehe sich auf die abgegebenen Stimmen. Von denen müssen die ungültigen – in diesem Fall 183 – abgezogen werden, ehe die Prozentzahlen für die Kandidaten errechnet werden. „Das ist bei Bürgermeister-, Gemeinderats- oder Kreistagswahlen immer gleich. Da gibt es keine Möglichkeit, irgendetwas schönzurechnen“, erklärt Nils Nolting. 3,9 Prozent der gültigen Stimmen (102) gingen an sonstige Personen, die gar nicht auf dem Wahlzettel standen.

„Oh, so viele Bürgermeister in einem Rathaus“, staunte Steiner, als er am Wahlabend gegen 18.45 Uhr mit seiner Familie die Treppen zum Ratssaal hinaufging. Dort hatten sich neben Landrat Bastian Rosenau und Pforzheims OB Peter Boch auch die Amtskollegen Heiko Genthner (Königsbach-Stein), Steffen Bochinger (Keltern), Helge Viehweg (Straubenhardt), Thomas Zeilmeier (Ispringen), Horst Martin (Neuenbürg) und Thomas Keller (Engelsbrand) eingefunden. Ein Zeichen der Wertschätzung und Vernetzung Steiners – und vielleicht auch eine Möglichkeit für die anderen, sich im Vorfeld der Kreistagswahl noch einmal in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Entschlossen hat der Bürgermeister-Riegel übrigens das kalte Büfett während der fast zweistündigen Wartezeit aufs Wahlergebnis gegen vorzeitige Angriffe verteidigt.

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