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09.11.2018

Birkenfelder fürchten, von Bussen abgehängt zu werden

Birkenfeld. Die Kritik aus Birkenfeld zur geplanten Umstellung der Busfahrpläne am 9. Dezember reißt nicht ab: Konkret geht es um die Linie 712 nach Pforzheim. Schon bei einer der letzten Gemeinderatssitzungen hatte Fred Krause (CDU) angefragt, ob es stimme, dass die Linie künftig nicht mehr durchfährt, sondern ein Umstieg in Brötzingen notwendig wird. Jetzt klagte ein PZ-Leser, dass durch die neue Linienführung Bürger abgehängt würden: „Einige Haltestellen fallen weg, abends fahren weniger Busse. Betroffen sind vor allem ältere Personen. Im Einzugsgebiet liegen zwei Altenheime.“

Seine gebrechlichen Eltern hätten nun statt zwei Minuten Laufweg zur Haltestelle Kreuzstraße etwa zwölf bis 15 Minuten zu Fuß vor sich, um zum Bus zu kommen. Außerdem verschlechtere sich tagsüber der Takt von halbstündig auf stündlich.

Zwar sei es richtig, dass die Linie 712 vom ZOB Pforzheim über Arlingerstraße, Jägersteig, Gewerbegebiet Dammfeld, Schönblick und Gründle zum Birkenfelder Kirchplatz/Marktplatz künftig montags bis freitags nur stündlich verkehre. Allerdings, sagt Matthias Gruber, Planungsleiter des Verkehrsverbunds Pforzheim-Enzkreis (VPE), werde sie „ergänzt durch die neuen Linien 715 und 717 oder 716 und 718, so dass es weiter einen Halbstundentakt gibt.“ Durch die neue Führung der Linien sei es notwendig geworden, einzelne Haltestellen zu verlegen. Betreiber sämtlicher Linien sei die Firma Müller-Reisen.

Was den Zwangsumstieg auf die Stadtbuslinie 1 in Brötzingen angehe, seien nur die Verbindungen in den Nebenzeiten betroffen. „Zu den Hauptverkehrszeiten fahren die Busse nach wie vor vom und bis zum ZOB in Pforzheim durch“, so Gruber.

Elternvertreter der Birkenfelder Ludwig-Uhland-Schule hatten zudem jüngst die Streichung von Schulbussen und die Verlagerung der Schüler auf den Linienverkehr kritisiert.