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Das Präsidium des Blasmusik Kreisverbandes Calw unter Führung von Hans-Joachim Fuchtel (Vierter von links) trifft sich in Höfen mit Vertretern des Musikvereins und Bürgermeister Heiko Stieringer (Vierter von rechts). Foto: Privat
Das Präsidium des Blasmusik Kreisverbandes Calw unter Führung von Hans-Joachim Fuchtel (Vierter von links) trifft sich in Höfen mit Vertretern des Musikvereins und Bürgermeister Heiko Stieringer (Vierter von rechts). Foto: Privat
14.02.2019

Blasmusik Kreisverband Calw tagt in Höfen: Örtlichem Musikverein gehen Jugendliche verloren

Höfen. Zur Außensitzung in Höfen haben sich die Vorstandsmitglieder des Blasmusik Kreisverbandes (KV) Calw mit Vertretern des Musikvereins (MV) Höfen und Bürgermeister Heiko Stieringer getroffen. Solche Sitzungen finden zwei- bis dreimal im Jahr mit Mitgliedern örtlicher Musikvereine und Vertretern der jeweiligen Gemeinden statt. Auf diese Weise wollen die Vertreter des Kreisverbands sich den Verantwortlichen in Verein und Kommune vorstellen sowie die Stimmung an der Basis einfangen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Nach einer Vorstellungsrunde erläuterte Hans-Joachim Fuchtel als Vorsitzender des KV Calw die Arbeit des Gremiums und stellte die einzelnen Präsidiumsmitglieder und ihre Aufgabenbereiche vor. Befragt nach der aktuellen Situation des MV Höfen zogen der Vorsitzende Oliver Beck und sein Stellvertreter Helmut Bodemer sowie Musikervorstand Fritz Ochner und Ehrenvorsitzender Rudi Kappler Bilanz.

Der Verein sei mit einer relativ großen Jugendkapelle von rund 20 Nachwuchsmusikern gut aufgestellt. Die Jugendlichen würden durch ein reges außermusikalisches Programm wie Ausflüge und gemeinsame Unternehmungen in den Verein eingebunden. Der MV Höfen nehme zudem am Projekt „Schule und Verein“ teil, wobei der KV gemeinsam mit dem Landkreis einen Teil der Ausbildungskosten übernimmt. Leider bestätige sich auch in Höfen der landesweite Trend, dass von zehn ausgebildeten Jungmusikern mittel- bis langfristig nur ein bis zwei als Aktive dem Verein erhalten blieben. Durch Schul- und Berufsausbildung sowie Zeitproblemen oder Wegzug dünne sich der Nachwuchskader immer weiter aus.

So freue man sich, dass vor einigen Jahren drei „Spätberufene“ im Alter von etwa 50 Jahren den Einstieg ins Musizieren und den Verein fanden. Das Orchester sei meist spielfähig, lediglich im Posaunenregister habe man derzeit einen kleinen Engpass, der aber durch Aushilfen aus Nachbarvereinen aufgefangen werden könne, so die Verantwortlichen. Besonders freue man sich jetzt auf das neue Probelokal, das im Zuge des Neubaus der Höfener Gemeindehalle entstehen werde.